Volksbank gilt als sicherer Hafen
Bild: von Stockum
Ein zufriedenstellendes Ergebnis der Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf präsentierten am Dienstag bei einem Pressegespräch die Vorstände Paul Ludwig Rosche (links) und Martin Weber sowie die Marketingverantwortliche Kathrin Dierkes.
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Und so konnten die Vorstände Paul-Ludwig Rosche und Martin Weber am Dienstagabend bei der Vertreterversammlung einen „zufriedenstellenden“ Geschäftsbericht für 2011 vorlegen. Zufriedenstellend heißt nicht herausragend, weder im positiven noch im negativen Sinn. Vor dem Hintergrund krisengeschüttelter Märkte und mit Blick auf die Situation bei anderen, vielfach auch staatlich gestützten Banken, stimmt die Einschätzung Rosches und Webers die Mitglieder optimistisch.

„Das Jahr war anspruchsvoll“, sagen die Vorstände. Dennoch ist man in der Lage, erneut eine Dividende von 4,5 Prozent auszahlen zu können. „Wir gelten als sicherer Hafen“, sagt Martin Weber, der mit Rosche und den Mitarbeitern dafür sorgt, dass man dem guten Ruf gerecht wird. Kritisch beäugt man große, vielfach staatlich gestützte Banken. Mitunter arbeite man dort mit Zinssätzen, über die man sich als genossenschaftlich organisiertes Institut nur wundern könne. Das führe letztlich dazu, dass der Wettbewerb verzerrt wird.

 Dennoch verzeichnet die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf einen Einlagenzuwachs um 5 Prozent. „Machen wir uns nichts vor“, erläuterte Rosche am Dienstag während eines Pressegesprächs: „Der Staat produziert Geld. Die Druckmaschine läuft, um das Zinsniveau niedrig zu halten.“ Die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf konnte im vergangenen Jahr ihr bilanzielles Kreditgeschäft um 2,9 Prozent auf 523 Millionen Euro steigern. 2010 waren es noch 7,5 Prozent. Zudem betreut die Bank noch Kredite mit einem Volumen von 300 Millionen Euro, die an Verbundpartner wie die Bausparkasse Schwäbisch Hall vermittelt worden sind.

Viele Kunden hätten in den vergangenen Jahren Speck ansetzen können, so Weber, und so Investitionen aus eigener Tasche bestreiten können. Von einer Kreditklemme will er nichts wissen. „Trotz einer Delle in den europäischen Konjunkturaussichten bleibt der Nachfragemarkt Deutschland stabil.“ Letztlich spiegeln sich alle Zahlen in der Bilanzsumme der Bank wieder. Sie stieg in 2011 auf 788 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es 764 Millionen.

Für 2012 rechnen die Vorstände mit einem reduzierten Betriebsergebnis aufgrund der niedrigen Zinsstruktur. Aber: „Wir werden das mit Fassung tragen.“ Es gehe doch letztlich um Kundenzufriedenheit und nicht um die Stelle hinter dem Komma.

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