Von Haus aus drei gebürtige Warendorfer
Bild: Gabi Wild
Leevi Gebhardt ist das erste von nur drei Babys, die 2014 geboren sind und die „Warendorf“ als Geburtsort in den Papieren stehen haben. Unterm Tannenbaum daheim in Hoetmar haben (v. l.) die Geschwister Elina,  Fjola, Janna und Silja sowie Vater Daniel und Mutter Birthe Gebhardt mit Leevi gefeiert, der an Heiligabend acht Monate alt geworden ist. Hund Elton komplettiert die Familie.
Bild: Gabi Wild

Zum Jahresende besuchten die einzigen drei Babys, die im Jahr 2014 in Warendorf das Licht der Welt erblickt haben. Es gibt sie also doch noch, die „waschechten Warendorfer“ anno 2014.

Sie ist nur ein formaler Verwaltungsakt, aber die Eintragung beim Standesamt begleitet die Menschen von der Wiege bis zur Bahre. Wer heute als Kind Warendorfer Eltern geboren wird, hier aufwächst und zur Schule geht, dem wird spätestens beim Schreiben des ersten Lebenslaufs für eine berufliche Bewerbung, sagen wir mal im Jahr 2033, auffallen, dass er von Amts wegen gar kein Warendorfer ist. Wer als „Warendorfer“ nach 2012 geboren wurde, ist zwangsläufig meistens „Münsteraner“ oder „Ahlener„.

Denn werdende Eltern aus Warendorf müssen seit Januar 2013 in andere Kliniken der Region fahren, weil im Josephs-Hospital die Geburtshilfe aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus geschlossen wurde. Standesamtlich registriert wird jedes Kind aber in der Stadt, in der es den ersten Schrei tat. In den standesamtlichen Nachrichten aus der Warendorfer Stadtverwaltung gibt es daher seit 2013 viele Sterbefälle und einige Hochzeiten, aber fast keine Geburten mehr.

Es gibt nur wenige Ausnahmen: Eltern aus Warendorf, deren Kinder im Ausland zur Welt kommen oder die ein Kind dort adoptiert haben, können es in Warendorf „nachbeurkunden“ lassen. Damit steht dann als Geburtsort Warendorf im Pass. Drei solcher Fälle gab es 2014 in Warendorf, bilanziert Gerburg Niehoff vom Standesamt Warendorf.

Und außerdem gibt es da noch die kleinen Menschenskinder, die entweder zuhause oder unterwegs im Auto aus dem Schoß der Mutter fallen. Auch hiervon gab es 2014 drei höchst seltene Exemplare. Die drei einzigen, wirklich „gebürtigen“ Warendorfer des Jahres heißen Leevi Gebhardt, Theresa Katharina Niermann und Malte Roszeck.

Mehr über die drei neuen Erdenbürger, ihre Familien und das Erlebnis ihrer (Haus-)Geburt lesen Sie in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom Silvestertag 2014.

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