Wald- und Wiesenkonzert am Dechaneihof
Bild: Baumjohann
Zahlreiche Zuhörer hatten vor dem Dechaneihof Platz genommen, um sich eine schöne Zeit im Zeichen der Musik zu machen.
Bild: Baumjohann

Statt in der freien Natur steht die Bonsai-Bühne vor Seniorenheimen. Am Mittwoch machte sie Station vor dem Dechaneihof St. Marien. Musik aus den 1920er-, 1930er- und 1940er-Jahren hatten „Die goldenen Syncopators“ mit Mike Rafalczyk, Martin Langer und Uwe Rössler für ihr Gastspiel in der Stiftsstadt im Gepäck. „Alles mit deutschen Texten“, wie Bandleader Rafalczyk in seinen Begrüßungsworten versicherte.

Und selbstverständlich habe man Melodien ausgewählt, die in die Jahreszeit ebenso passten wie zum Frühling und zum Wonnemonat Mai. Beispiele gefällig? „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ oder „Was eine Frau im Frühling träumt“ waren nur zwei der Titel, mit denen „Die goldenen Syncopators“ ihr Publikum zu unterhalten wussten. „Wenn sie Lust haben, singen sie einfach mit“, hatte Maik Rafalczyk seine Zuhörer zuvor eingeladen.

Rund eine Stunde lang entführten „Die goldenen Syncopators“ die Bewohner des Dechaneihofs in die „goldenen 20er“: Eine Zeit, die so golden gar nicht gewesen sei, wie Rafalczyk anmerkte: „Aber das wissen Sie besser.“ Mit Posaune und Gesang, mit Tuba, Kontrabass und Klavier jedenfalls brachten „Die goldenen Syncopators“ eine Stunde Abwechslung in den Dechaneihof-Alltag – sehr zur Freude der Bewohner, aber auch von Jannine Binder vom Sozialen Dienst des Hauses: „Ich wünsche uns allen heute ganz viel Spaß.“ Eigentlich, so erzählt Binder, hätte das Bonsai-Bühnen-Gastspiel am Dechaneihof St. Marien schon eine Woche früher stattfinden sollen. „Da sind uns aber die Eisheiligen dazwischengekommen“, sagte sie und dankte den Musikern um Sebastian Netta für die Flexibilität, den Auftrittstermin in der Stiftsstadt kurzerhand zu verlegen.

Eine Entscheidung, die auch die Bewohner des Dechaneihofes gefreut hat. Schließlich konnten sie die Musik der „goldenen Syncopators“ mit Bandleader Mike Rafalczyk, Martin Langer und Uwe Rössler so bei strahlendem Sonnenschein genießen, mitsingen und mitswingen. An insgesamt elf Stationen haben Sebastian Netta und seine „Bonsai-Bühne“ in den vergangenen Wochen bereits Station gemacht. Das Gastspiel am Dechaneihof St. Marien war das vorerst letzte. „Die Fördermittel sind ausgeschöpft“, bedauert Sebastian Netta und hofft: „Wenn sich Sponsoren finden, machen wir gerne weiter.“

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