Walter: „Sie sind Teil unserer Stadt“
Bild: Baumjohann
Hüseyin Gökoglan (l.) berichtete über die Arbeit der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, der auch der Freckenhorster Ortsverein mit der Hicret-Moschee angehört, die Grundregeln des Islam und die Arbeit der Gemeinde vor Ort.
Bild: Baumjohann

 Bei einer ersten Informationsveranstaltung berichtete Hüseyin Gökoglan über den Ortsverein, seine Arbeit in der Stiftsstadt, den Islam und über die Struktur der 1993 gegründeten Gemeinde, die an der Hoetmarer Straße beheimatet ist. Nach verschiedenen Aktivitäten in der Vergangenheit wie Tagen der offenen Moschee oder der traditionellen Beteiligung am Freckenhorster Herbst, bot die Gemeinde jetzt Vereinsvertretern die Gelegenheit zur Information, zum Austausch und zum Gespräch.

In seinem Vortrag stellte er den IGMG-Ortsverein vor, dem derzeit 50 Familien angehören. „Haupttätigkeitsfelder sind religiöse Wegweisung, Bildung, soziale Dienste, die Frauenorganisation und die Jugendabteilung“, machte Gökoglan deutlich. Der Ortsverein finanziere sich ausschließlich durch Spenden. Auch kritische Themen wie Frauenrechte sprach er in seinem Vortrag an. „Der beste unter Euch ist der, der seine Frau am besten behandelt“, zitierte er den Propheten Muhammad.

Für ihr Engagement konnten sich Hüseyin Gökoglan und seine Mitstreiter nicht nur über das Lob von Bürgermeister Jochen Walter freuen. „Sie sind uns in Warendorf nicht nur herzlich willkommen, sie sind ein Teil unserer Stadt“, machte er in seinem Grußwort deutlich. Aufeinander zuzugehen und in Respekt miteinander zu leben – einige Schritte dazu seien am Samstag gegangen worden, so Walter.

Der Kontakt soll zukünftig intensiviert werden. Eine Einladung zur Besichtigung der Freckenhorster Stiftskirche sprach Bürgermeisterin Doris Kaiser am Samstag aus. Und auch Nihat Köse, Öffentlichkeitsreferent der IGMG im Regionalverband Nordruhr, freute sich über die Initiative in Freckenhorst: „Wir möchten, dass sich unsere Ortsvereine in die Mitte der Gesellschaft begeben. Die Pflege der Nachbarschaft liegt uns am Herzen.“

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