Warendorf bekommt ein Pferdeviertel
Bild: Wild
Die Interessengemeinschaft „Das Pferdeviertel“ will das Thema Pferd neu aufzäumen. Künstler Dirk Groß (auf dem Pferd) hat eine Kaltblüterskulptur neu gestaltet, die bereits am Osttor darauf hinweisen soll, dass die Menschen im Quartier zwischen Oststraße, Heumarkt und Brünebrede pferdeaffin sind.
Bild: Wild

Als unübersehbares Zeichen ist vom Künstler Dirk Groß eine besonders stattliche Pferdeskulptur gestaltet worden, die schon an der Durchgangsstraße B 64 unübersehbar signalisieren soll, was den Besucher erwartet, wenn er sich in die östliche Altstadt begibt. Die besonders stabile Figur, die vom Körperbau her einem Kaltblutpferd nachempfunden ist, wird aber nur ein Anfang sein. Weitere künstlerisch gestaltete Skulpturen verschiedener Rassen und Größenordnungen – vom Fohlen über das Pony bis zum Warmblüter bis zum Araber – sollen sich hinzugesellen – einige davon schon zur achten Pferdenacht, die am Freitag beginnt.

Die Initiative geht aber weit darüber hinaus, nur eine Wiederbelebung des vor sieben Jahren gestarteten Skulpturenprojekts der Kaufmannschaft zu sein, betont Thomas Hölscher als einer der Sprecher der Interessengemeinschaft. Es sei für Warendorf an der Zeit, den Imagefaktor Nummer eins der Reiterstadt wieder mehr in den Fokus zu setzen. „Andere Städte wären froh, einen solchen Werbeträger zu haben“, ist sich Hölscher sicher.

Das „Pferdeviertel“ im Osten der Altstadt wird sich auch, aber nicht nur über zusätzliche Kunst-Skulpturen definieren. In den Geschäftslokalen, in und vor den Schaufenstern sollen Deko-Artikel gezeigt werden, die das Thema bedienen. So ist es denkbar, Accessoires wie gebrauchte Trensen und Reitstiefel im öffentlichen Straßenraum – zum Beispiel an Laternenpfählen – zu drapieren.

 „Wir wollen laufend weitere Projekte hinzufügen, um bis zur Pferdenacht 2015 die Ausstattung zu ergänzen“, sagt Roman Bosse als Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG), die vereinsähnliche Strukturen hat. Er lädt weitere Geschäftstreibende, aber auch Hauseigentümer und Bewohner des Viertels ein, sich der IG anzuschließen und sich mit eigenen Ideen einzubringen. Dass da der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind, davon ist Dirk Groß überzeugt: „Wir haben viel Potenzial und tolle Ideen“, sagt der Kunstmaler gerade mit Blick auf die Museums- und Galeriemeile Oststraße.

Allerdings sind die Aktivisten auch auf Unterstützung angewiesen So werden Bürger, die zum Beispiel Accessoires zum Thema Pferd zur Verfügung stellen können – als Leihgabe oder auch zum Ankauf, vielleicht auch als Geschenk – aufgerufen, sich beim IG-Sprecher zu melden.

SOCIAL BOOKMARKS