Warendorf soll Beelen bei B 64n folgen
Bild: Andreas Poschmann
Weiterhin politschen Druck machen will der Vorstand der BVW (v.l.): Thorsten Petermann, Ralf Erlemeyer, Ulrich Brinkmann, Anni Petermann, Theo Aldejohann, Ines Stockmann, Paul Afhüppe und Bernhard Kremann.
Bild: Andreas Poschmann

Ein positives Signal habe er in diesem Zusammenhang aus Beelen vernommen. Hier hätten sich die Politiker bereits gegen „dieses Kaliber“ entschieden. Auch die SPD im Warendorfer Stadtrat habe sich gegen die große Lösung ausgesprochen. „Das steht aber schon lange in unserem Wahlprogramm. Das hatte schon Andreas Hornung anlässlich der Bürgermeisterwahl verlauten lassen“, sage SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Erke. „Natürlich möchten wir eine Entlastung für Warendorf. Antrieb für uns war immer, für Freckenhorst eine Lösung zu finden, und zwar unabhängig von der B 64n.“

Gerne möchte Bernhard Kremann dorthin, „wo Beelen bereits ist“. Gespräche mit der CDU hätten jedoch bisher keinen Erfolg gebracht. Allerdings, so Kremann, seien am 7. Dezember alle Bürgerinitiativen zu einer Podiumsdiskussion mit Reinhold Sendker in die LVHS eingeladen worden. Das sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Kremann las auch einen Artikel aus der IHK-Zeitung vor. Darin wird die Entwicklung Warendorfs als sehr positiv herausgestellt. „Was soll da eine so große Straße noch mehr bringen? Soll sich hier Großindustrie ansiedeln?“

Auch das Argument, dass die Oberzentren Münster und Bielefeld eine bessere Verbindung benötigten, ließ Kremann so nicht gelten. Von den aktuell 13 200 Fahrzeugen, die täglich durch Warendorf führen, seien lediglich 20 bis 25 Prozent als Durchgangsverkehr zu verzeichnen. Eine B 64n würde den Verkehr jedoch auf bis zu 30 000 Fahrzeuge anwachsen lassen.

Um sein Gewicht in Verhandlungen für sich und seine Mitglieder zu erhöhen, will die Bürgerinitiative das Vereinsklagerecht für sich in Anspruch nehmen. Der Antrag sei bereits gestellt und werde aktuell geprüft, machte Kremann deutlich. Auch andere Bürgerinitiativen würden nun diesen Schritt gehen. „Das hat es in Deutschland bisher noch nicht gegeben.“

Nachdem die üblichen Vereinsregularien abgehandelt waren, standen schließlich noch Wahlen auf dem Programm. Mit einer Enthaltung wurden Uli Brinkmann zum Zweiten Vorsitzenden, Thorsten Petermann zum Pressesprecher und Anni Petermann, Thomas Serries und Hermann-Josef Serries zu Beisitzern gewählt.

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