Warendorfer Pferdeprozession begeistert
Bild: Gabi Wild
Mehrere Tausend Zuschauer säumten den Weg der sechsten Warendorfer Pferdeprozession. Auf dem Marktplatz wurden alle Schaunummern vorgestelt. Hier der vierspännige  Kanonenwagen des Hofs Knoche aus Oelde.
Bild: Gabi Wild

Viele Fahr- und Reitsportler aus der Region, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands waren in die Reiterstadt gekommen, um an dem farbenprächtigen Umzug mitzuwirken. Teilweise dicht gedrängt standen die Zuschauer am Zugweg. Glücklich schätzen durften sich diejenigen, die einen Sitzplatz in den Straßencafés hatten ergattern können.

Rund 80 ehrenamtliche Helfer hatte der „Verein zur Förderung der Pferdeprozession“ unter seinem Vorsitzenden Jörg Drewes müssen, um die Auflagen des Sicherheitskonzepts erfüllen zu können. Probleme gab es nicht. Bei herrlichem Sommerwetter zog die Karawane unfallfrei an den neun Triumphbögen vorbei, die bereits im Vorfeld des Heimatfests Mariä Himmelfahrt (17. / 18. August) aufgebaut worden waren. Für alle Fälle war das DRK, stilgerecht mit eigener Reiterstaffel, im Zug vertreten.

Den Reisesegen hatte zu Beginn Kreisdechant Peter Lenfers (St. Laurentius) erteilt. Für die Prominenz, darunter Bürgermeister Jochen Walter und die Vorsitzenden der Bogengemeinschaften, waren Plätze in den offenen Kutschen reserviert. Vereinsvorsitzender Drewes und Moderator Mike Atig stellten bei der Überquerung des Marktplatzes alle Gespanne und Reitergruppen vor.

Die drei beeindruckendsten Schaunummern wurden mit Preisen bedacht. Platz eins ging an Vincenzo Rizza aus Schloß Holte-Stukenbrock mit seiner bunten „Caretto Siciliano“, Rang zwei an den Hof Knoche (Oelde) mit der vierspännigen Kanonenkutsche aus dem 16. Jahrhundert, und auf dem dritten Rang landeten die „Barockperlen“ aus Marl.

Als Beitrag zur Finanzierung der Veranstaltung wurden Anstecker verkauft. Wer einen solchen Pin erworben hatte, nahm an einer Verlosung teil. Glücksbote Justus zog drei Lose, deren Inhaber jeweils eine Kutschausfahrt für zwei Personen buchen dürfen.

Und da die Pferdeprozession „nicht nur ein Event, sondern auch ein religiöser Akt“ (Moderator Mike Atig) sei, stimmte Pfarrer Lenfers unter Begleitung des Milter Harmonika-Clubs zum Abschluss mit den Zuschauern auf dem Marktplatz ein Marienlied an.

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