Warendorfer Sommer besteht Feuerprobe
Bild: Gabi Wild
Die Stadtführer der Altstadtfreunde -(v.l.) Alfred Smieszchala, Mechthild Arf, Herbert Steinhoff, Bettina Sallermann und Laurenz Sandmann- vermittelten beim "Warendorfer Sommer" Geschichte und Geschichten aus dem alten Warendorf.
Bild: Gabi Wild

Der Reiz der Veranstaltung lag vor allem in der kongenialen Zusammenarbeit von engagierten einheimischen Bürgern und professionellen auswärtigen Künstlern.

Wer von Beginn an dabei sein wollte, musste gut zu Fuß sein: Rund dreieinhalb Stunden lang pilgerten 150 an der Stadtgeschichte interessierte Menschen, darunter viele auswärtige Gäste, in fünf geführten Gruppen unter dem Motto „Alles Gute kommt von oben“ durch die Altstadt. An verschiedenen Punkten wurden die informativen Rundgänge durch eingestreute kleine Inszenierungen unterhaltsam ergänzt. Dafür waren schauspielaffine Akteure des Vereins Theater am Wall in historische Gewandungen  geschlüpft, es waren aber auch „echte“ Handwerksleute wie Zimmermann und Schornsteinfeger engagiert, um hoch vom Dach her traditionelle Grußbotschaften ihrer Zünfte auszusprechen.

Nicht zuletzt warf sich eine ganze Nachbarschaft ins (mittelalterliche) Zeug, um den Teilnehmern der Führungen in der Straße „Neuenhof“ die Illusion einer Zeitreise in das Warendorf von anno dazumal zu vermitteln. Und in einer zur Spelunke umfunktionierten Gelage-Garage gezecht und gemampft.

Nur hier und da tangierten sich die Wege, am Ende jedoch trafen sich alle Teilnehmer auf dem Schweinemarkt, um von dort unter Anführung von fantastisch gekleideten und illuminierten Stelzenläufern und der Rhythmusgruppe „Sambada Girassol“ durch die Gassen in die „gute Stube“ zu ziehen. Derweil hatten auf dem Markt die „Walking Blues Prophets“ als mobile Jazz-Combo bereits Stimmung  gemacht und läuteten im Wechsel mit der Sambagruppe das „Finale furioso“ ein. Die Markt-Manege gehörte dann den artistischen Bewegungskünstlern der „Compagnie Mosaique“ aus Berlin, die mit einer zauberhaft-varietéartigen Mischung aus Luftakrobatik, Ausdruckstanz und Feuerjonglage den optischen Höhepunkt des Abends gestalteten.

Ausführliche Berichte in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ am 4. August.

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