Warendorfer stoßen Schulbau Ghana an
Einheimische vor der Kirche in Nasia, die mit Warendorfer Mitteln fertiggestellt wurde.

Die Warendorfer hatten beim Kindermissionswerk angefragt, ob ein Teil der Spenden aus der Sternsinger-Aktion auch für Maßnahmen in der Partnergemeinde in Walewale (Nordghana) eingesetzt werden kann. „Das hat dann schnell eine große Eigendynamik entwickelt“, sagt Martina Grundkötter, die den ersten Kontakt zum Hilfswerk hergestellt hatte. Es führte dazu, dass eine Mitarbeiterin des Missionswerks im Herbst bei einer Reise durch Westafrika auch die Partnergemeinde in Walewale und den Bischof in Bolgatanga besucht hat.

 „Im Gespräch mit ihr hat er deutlich gemacht, dass insbesondere ein Mangel an Schulgebäuden besteht“, sagt Grundkötter. Den Besuch hatten die Warendorfer gut vorbereitet und den Pfarrer der Partnergemeinde, Father Moses, genau instruiert. Der Projektplan für den Schulbau, den er der Mitarbeiterin des Missionswerkes vorlegte, überzeugte.

Jüngst erreichte die Warendorfer die Nachricht, dass jetzt eine Schule gebaut wird. Die Kosten in Höhe von 100 000 Euro werden zu 90 Prozent vom Kindermissionswerk getragen – also mit Geldern finanziert, die die Sternsinger gesammelt haben. Der Erfolg kommt für den Partnerschaftskreis sehr gelegen: In diesem Jahr feiert die Kooperation zwischen Warendorf und Walewale ihr 25-jähriges Bestehen. „Ein schöneres Jubiläumsgeschenk kann man sich ja kaum wünschen“, sagt Annette Rolf.

Besonders freuen sich die Warendorfer darüber, dass die Schule in einer prosperierenden Außenstation von Walewale gebaut wird: das Dorf Nasia gehört zur St.-Pauls-Gemeinde, liegt aber etwa 20 Kilometer von Walewale entfernt. „In Walewale selbst gibt es bereits eine Schule, in Nasia jedoch nicht, obwohl auch dort sehr viele Kinder leben“, sagt Rolf.

Das Jubiläum wird auch die Arbeit des Partnerschaftskreises in diesem Jahr prägen. Außer dem traditionellen Ghana-Sonntag im September steht auch der Misereor-Sonntag am 25. März ganz im Zeichen der Verbindung. Im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst ab 10 Uhr in der Marienkirche wird es im Pfarrheim ein Solidaritätsessen geben. Davor wird über die Partnerschaftsarbeit berichtet.

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