Wehr-Sanierung kostet 700.000 Euro
Foto: Jotzeit
Die Sanierung der Wehranlage in Warendorf hat sich auf insgesamt 700 000 Euro verteuert.
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„Als wir die Sanierung angepackt haben, sind immer neue Schäden entdeckt worden“, blickte Baudezernent Peter Pesch am Donnerstag im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss auf die vergangenen Monate zurück. Dadurch sei die Maßnahme erst jetzt fertiggestellt worden, teilte der Verwaltungsmitarbeiter mit. 

Laut dem ersten Bauzeitplan sei der Abschluss der Gesamtmaßnahme für die 52. Kalenderwoche 2019 vorgesehen gewesen. „Alles war marode“, machte Pesch deutlich. 

Ins Rollen gekommen war die Sanierung, weil ein Gutachter bei der Bewertung der Fischbauchklappe die Standsicherheit der Stauklappe bemängelt und ein unmittelbares Handeln für zwingend erforderlich gehalten hatte. Neben der Erneuerung der Stauklappe standen zunächst die Revision der beiden Entlastungsschütze und die Erneuerung der defekten elektronischen Steuerung auf dem Plan. 

Nach Entfernung der Stauklappe sowie der Zerlegung der beiden Getriebe des linken Entlastungsschützes wurden allerdings weitere Schäden festgestellt. Damit wurden unter anderem die Erneuerung der beiden Gleitwandheizungen der Stauklappe, der Austausch der stark verrotteten Dammbalken sowie der Antriebstechnik notwendig. Bei der Durchführung dieser Arbeiten wurden auch am anderen Schütz Schäden entdeckt, die weitere Mehrkosten und Zeitverzögerungen nach sich zogen. 

Am Ende kostete die Sanierungsmaßnahme rund 700 000 Euro. „Dafür haben wir nun ein komplett neues Wehr“, stellte Pesch zufrieden fest. Die Anlage sei auf dem modernsten Stand der Technik. „Damit müssten wir eigentlich für ein paar Jahrzehnte wieder Ruhe haben“, hofft der Baudezernent. 

Kleiner Wermutstropfen: Im Rahmen der Baumaßnahme, insbesondere im Zusammenhang mit der damit verbundenen zeitlich begrenzten Absenkung der Ems wurden Schäden am HoT-Gebäude sowie an der Uferbefestigung zwischen Emsseepark und Wehranlage entdeckt. „Die Maßnahme ist damit noch nicht zu Ende“, stellte Baudezernent Pesch fest.

Am Gebäude seien an verschiedenen Stellen Betonsanierungen notwendig. Für die Uferbefestigung seien noch genauere Untersuchungen erforderlich. Danach müsste ein Sanierungskonzept erstellt werden.

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