Weihnachts-Plätzchen laden zum Verweilen
Bild: Brandt
Blechspielzeug aus dem 19. Jahrhundert präsentierte Gisela Gröne im Torschreiberhaus. Im Rahmen der Aktion „Warendorfer Weihnachts-Plätzchen“ brachte auch der Heimatverein Warendorf seinen Beitrag in das Gesamtkonzept ein.
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An verschiedenen Stationen, eben den „schönsten Warendorfer Weihnachts-Plätzchen“, luden die Veranstalter zum Verweilen einl.

 Der offizielle Startschuss zu der Aktion fiel in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters. „Lassen Sie sich von der Vielfalt der Exponate und Ausstellungen erfreuen“, forderte Gertraud Horstmann die Besucher auf, während sie gemeinsam mit den Initiatoren Werner Stock und Magdalena Oxfort, Kulturreferentin für Westpreußen, die Eröffnung vornahm.

Allesamt stellten sie im Gespräch das ehrenamtliche Engagement heraus. „Ein Nein gab es nicht. Alle, die wir angesprochen haben, waren sofort bereit, sich zu beteiligen“, betonte Stock. Die Klosterkirche selbst stand ganz im Zeichen der Musik.

War die Eröffnungszeremonie von festlichen Orgelklängen untermalt, so nahmen Schüler und Ensembles der Kreismusikschule sowie der Kinderchor der Josefschule die Gäste mit auf eine Weihnachtsreise.

Von dort war der Weg nicht weit zum Adventsbasar  im historischen Kreuzgang des Klosters. Das Angebot umfasste Stofftiere und Näharbeiten, Holzhandwerk, Schmuck und Bastelarbeiten sowie Spezialitäten aus Danzig, West- und Ostpreußen. Um das leibliche Wohl der Besucher kümmerte sich der „Eintracht“-Schützenverein.

Wer schon einmal da war, konnte zudem die Räume des Westpreußischen Landesmuseums in Augenschein nehmen. Jungen Entdeckern ergiab sich die Möglichkeit, eine Rüstung anzuprobieren und sich einmal wie ein echter Ritter zu fühlen.

Als idealer Startpunkt oder zum Ausklang des Adventsspaziergangs diente das Weihnachtswäldchen auf dem historischen Marktplatz. Bei einem heißen Glühwein und anderen Leckereien konnten die Route geplant oder die Eindrücke verarbeitet werden. Denn, so betonten die Initiatoren, die „Weihnachts-Plätzchen“-Aktion sollten keine Konkurrenz, sondern Ergänzung zum beliebten Wäldchen sein.

Ausstellungen in diversen Museen

Mit speziellen Ausstellungen zum Weihnachtsthema lockten auf dem Rundgang „Warendorfer Weihnachts-Plätzhen“ die einzelnen Häuser des Dezentralen Stadtmuseums. Im Klassizistischen Bürgerhaus in der Klosterstraße fühlten sich wohl nicht wenige Erwachsene in ihre Kindheit zurückversetzt, während sie gemäß dem Motto „Warten, bis das Glöckchen klingelt“ einen Blick durch das Schlüsselloch auf ein festlich geschmücktes Wohnzimmer warfen.

Auch im Torschreiberhaus wurden Erinnerungen wach. Dort drehte sich alles um altes Blechspielzeug, das einst zu den bevorzugten Weihnachtsgeschenken für Kinder zählte. Wie um das Jahr 1925 das heilige Fest gefeiert wurde, demonstrierte das Gadem. In dem ehemaligen „Arme-Leute-Haus“, das dem Anlass entsprechend weihnachtlich geschmückt ist, stand die Kulinarik vergangener Zeit im Fokus. Im alten Backofen brutzelten Bratäpfel und ließen mit ihrem Duft den Besuchern das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Ob gemalt oder in Form von Kunsthandwerk – das Motiv des Engels war im Heinrich-Friederichs-Museum allgegenwärtig. Puppen, Spielzeugpferde und Warendorfer Weihnachtskugeln komplettietren das Bild, doch als absoluter Blickfang erwies sich eine westfälische Krippe aus dem Jahr 1935, zu der mehr als 20 aus Lindenholz geschnitzte Figuren gehörten.

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