Weihnachtsbaum oder Trauerweide?
Bild: Edelkötter
Kein schöner Anblick: Die Weihnachtstanne auf dem Bahnhofsplatz wirkt wie eine Trauerweide.
Bild: Edelkötter

Die herabhängenden Zweige gleichen denen einer Trauerweide. Ein Mahnmal zur Erinnerung an das Waldsterben? Insgesamt wirkt der vermeintliche Christbaum wie eine gerupfte Weihnachtsgans, wozu möglicherweise auch Sturmtief „Heini“ noch einen kleinen Beitrag geleistet hat. Für „Glocke“-Leser Jörg Zurstraßen aus Einen-Müssingen macht der Weihnachtsbaum den Warendorfer Bahnhofsplatz zu einem Schandfleck in der Kreisstadt. Seinen Unmut habe er per Telefon gegenüber einem Mitarbeiter des zuständigen Baubetriebshofs der Stadt kundgetan. Die Antwort, die er dabei zu hören bekam, hat Jörg Zurstraßen dann doch ein wenig überrascht: „Der Mitarbeiter, der den Baum selbst noch gar nicht gesehen hatte, schlug mir vor: Wenn ich ihm das Geld dafür geben würde, dann könne er einen gescheiten Baum kaufen.“

Fazit beim Betrachten der Trauer-Tanne: Wenn im städtischen Haushalt das Geld für einen hübschen Baum nicht vorhanden ist, dann sollte man besser auf die Aufstellung verzichten. Weniger, das gilt dann auch in diesem Fall, ist manchmal eben mehr.

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