Weitere Spende für Flutopferhilfe
Die Feuerstelle auf dem Gelände des „Grünen Hauses“ in Kamern, die mit Geldern der Aktion Kleiner Prinz wieder hergerichtet wurde.

Mehr als vier Monate sind vergangen, seitdem eine erste Flutwelle große Bereiche des Umlands von Donau und Elbe überrollt hat. Auch wenn die Welle in der Berichterstattung in den Medien längst abgeebbt ist, gilt es für die Hilfsorganisationen jetzt, Spendengelder verantwortlich an Menschen, die wirklich Not leiden, zu lenken. Das trifft auch auf die „Aktion Kleiner Prinz“ zu.

Auf Vermittlung der Elbkinderlandhilfe konnte sich die Vorsitzende Maria Mussaeus jetzt im Elbe-Havel- Land selbst ein Bild von der Lage machen. Mussaeus wurde auf dieser Fahrt begleitet von dem ehemaligen Leiter des Sozialamts Warendorf, Heinz-Josef Schulze Kappelhoff. Vor Ort erfuhren die beiden Besucher von „Heldentaten“ bei der Bekämpfung der Flut, von andauernder Verzweiflung vor allem älterer Menschen, aber auch von unglaublichem Willen zum Wiederaufbau zerstörter oder schwer beschädigter Häuser und Wohnungen.

Besonders beeindruckt zeigte sich Maria Mussaeus von dem effektiven Zusammenwirken von Einzelpersonen und Organisationen im Landkreis Stendal bei der Katastrophenhilfe. Erster Anlaufpunkt waren Jugendpfarrer Giercke und seine Ehefrau aus Kamern, die schon drei Wochen nach Ausbruch der Katastrophe den ersten Kontakt nach Warendorf geknüpft hatten. „Der Zusammenhalt in der Region ist vorbildlich“ stellte Maria Mussaeus vor den Mitgliedern des Vorstands fest.

Aufgrund ihrer Gespräche mit dem Arbeitskreis Fluthilfe und weiterer Kontakte empfahlen Maria Mussaeus und Heinz-Josef Schulze Kappelhoff, das Engagement im Elbe-Havel-Land nicht nur fortzusetzen, sondern auch auszuweiten. Deshalb fasste der Vorstand der „Aktion Kleiner Prinz“ den Beschluss, 120 000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung zu stellen. Das Geld ist unter anderem gedacht für die Anmietung von Wohncontainern. Viele Familien können nämlich auf absehbare Zeit ihre Häuser und Wohnungen nicht wieder beziehen. Mit der geplanten Maßnahme soll ihnen für die Zwischenzeit eine halbwegs akzeptable Unterkunft geboten werden. Außerdem soll zu Weihnachten eine Geschenkaktion für bedürftige Familien gestartet werden.

Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei der Evangelische Pfarrbereich Schönhausen sein. Ein nennenswerter Betrag geht an die Verbandsgemeinde Elbe-Havelland für die Anschaffung von Spielgeräten auf einem Spielplatz in Kamern.

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