Weitet sich der Leerstand aus?
Bild: Feldhaus
Ab hier wird’s schwierig: In den Ladenlokalen im hintere Teil der Freckenhorster Straße herrscht derzeit eine hohe Fluktuation.
Bild: Feldhaus

Der Grund: Das Modegeschäft, das von der Bielefelder Maßmann Fashion Company betrieben wird, hat ebenfalls seit vergangenem Samstag den Räumungsverkauf eingeläutet. Das Amsterdamer Unternehmen Mexx ist insolvent. „Wir bekommen keine Ware mehr“, sagt Uwe Maßmann. „Deshalb mussten wir reagieren.“ Dass seine Firma Warendorf ganz verlässt, stehe allerdings damit noch nicht fest. „Wir wollen nicht weg. Aber wir müssen überlegen, wie wir weitermachen können. Es muss schnell ein gutes Konzept her.“

Vorstellbar sei ein Geschäft mit verschiedenen Modemarken, die es in der Emsstadt (noch) nicht gibt. Insgesamt betrachtet der Einzelhändler die Entwicklung der Freckenhorster Straße durchaus mit Sorge. „Mehrere Lokale stehen leer, andere sind im Internet zur Neuvermietung ausgeschrieben. Das ist schon heftig.“ Maßmann findet, die Straße hat in den vergangenen Jahren gelitten. Hier seien auch die Hauseigentümer gefordert, den Standort für Geschäftstreibende attraktiv zu machen. Gerüchte um zu hohe Mieten und unattraktive Verträge machen ohnehin die Runde.

So laufen derzeit an anderer Stelle Verhandlungen. Das Dekoartikel-Geschäft „Homeline“, ein paar Meter weiter Richtung Innenstadt, könnte bald Geschichte sein. Jedenfalls sucht der Vermieter – bei einem bekannten Immobilien-Online-Portal – nach einem Nachmieter. Laut „Homeline“-Inhaber Jürgen Meinel, der in Münster sitzt, ist jedoch noch nichts entschieden. Anfang Januar gebe es erneute Gespräche mit dem Vermieter, um den Mietvertrag zu regeln. Wenn das klappt, werde die Filiale bleiben. Pleite sei das Unternehmen entgegen eines Gerüchts keinesfalls.

Zwischen leeren Lokalen, Räumungsverkäufen und saisonalen Rabatten kocht die Gerüchteküche. Das hat auch Ursula Rausch-Koch zu spüren bekommen. Die Bezirksleiterin vom Modediscounter NKD sagt klar: „Wir bleiben hier. Wir bieten derzeit einen ganz normalen Sale an. Mit einer Geschäftsaufgabe hat das nichts zutun.“ Doch eine schwierige Entwicklung beobachtet auch sie. Wie alle anderen hofft sie, dass die bereits leerstehenden Lokale – ein weiteres ist die Hausnummer 24 – zügig nachvermietet werden. Damit die Freckenhorster Straße nicht zum Problemfall wird.

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