Wende im Kampf um die Umgehungsstraßen?
Bild: Gabi Wild
Die Ortsdurchfahrt der B64 in Warendorf soll durch eine Südumgehung entlastet werden. Neue Pläne des Landesbetriebs „Straßen NRW“ können Bewegung in die festgefahrene politische Diskussion bringen.
Bild: Gabi Wild

Demnach soll es zwischen den beiden Anschlussstellen an die alte B 64 (in Neuwarendorf und Vohren) nur noch einen Verknüpfungspunkt zwischen der Südumgehung Warendorf (B 64n), der Westumgehung Freckenhorst (L 547) und dem örtlichen Straßennetz geben. Entweder soll dieser Knotenpunkt, wie bisher auch angedacht, im Bereich des Hofes Brinkmann im Westbezirk oder im Bereich der Freckenhorster Straße (L 547 alt) südlich des Kreishauses sein.

Das hat Baudirektor Peter Pesch zur Überraschung der dort versammelten Politiker am Donnerstag im Planungsausschuss  bekanntgegeben. Demnach wird die Stadt von den überörtlichen Planern aufgefordert, Stellung zu beziehen, welchen Verknüpfungspunkt sie favorisieren würde.

Nach erstem Anschein läuft die Überplanung im Kern auf eine deutliche Reduzierung des bisher geplanten Ausbaustandards hinaus. Sowohl die Zahl als auch Dimensionierung der Brückenbauwerke und damit in der Folge auch des Flächenbedarfs und der Kosten für das Gesamtprojekt würden reduziert.

Die Anbindung der Freckenhorster Umgehung an die B 64-Südumgehung und an das vorhandene Straßennetz – also in der einen Variante an die Landesstraße zwischen Warendorf und Freckenhorst, im anderen Fall an die Waterstroate – würde demnach mit zwei Kreisverkehren erfolgen. Von dort gäbe es Auffahrten auch auf die B 64n, deren Trasse selbst kreuzungsfrei und mutmaßlich in Tieflage unter den untergeordneten Straßen hindurchgeführt würde.

Eine ganz besondere Perspektive bietet die Alternative, die die Verknüpfung nicht in Höhe Brinkmann, sondern weiter östlich im Bereich der jetzigen Landesstraße zwischen Warendorf und Freckenhorst vorsieht. Dann würden nämlich die Warendorfer Südumgehung und die Freckenhorster Westumgehung auf jeweils eigenen Trassen bis zu diesem Anschluss geführt und erst zwischen den beiden Ortsteilen Warendorf und Freckenhorst miteinander verknüpft.

Weitere Details dieser Neuplanung soll „Straßen NRW“ in einer öffentlichen Planungsausschusssitzung erläutern, zu der voraussichtlich für den 24. September eingeladen wird.

Siehe dazu auch unseren Kommentar in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 21. August.

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