Wenige Besucher beim Late Night Shopping
Foto: Andreas Poschmann
Beim Late Night Shopping am Freitagabend war die Einkaufszone in der Altstadt nicht wirklich gut gefüllt.
Foto: Andreas Poschmann

Wohl aufgrund der sich überschlagenden Meldungen zur Ausbreitung des Coronavirus blieben zum „Late Night Shopping“ die Straßen und Geschäfte allerdings weitestgehend leer. Zwar huschten einige Leute durch die City und besuchten auch die geöffneten Geschäfte, um dort die eine oder andere Kleinigkeit zu kaufen, von einem großen Andrang allerdings konnte keine Rede sein.

Thorsten Büttner von der Goldschmiede Büttner trug es im wahrsten Sinn des Wortes mit Fassung: „Es ist einfach schade, dass uns Corona dazwischen gekommen ist. Aber man muss ja etwas tun und darf sich davon nicht unterkriegen lassen.“

Warendorf selbst ist zwar kein Risikogebiet, dennoch war eine gewisse Vorsicht spürbar. „Die Eilmeldungen überschlagen sich und das ist für den Einzelhandel tödlich“, formulierte Anita Rendon von Holland & More. „Die Leute trauen sich kaum noch auf die Straße. Dabei sind es doch überwiegend private Feiern, die zu Problemen führen.“ Die Inhaberin eines Geschäfts für besondere Bekleidung, Wohn- und Modeaccessoires kritisiert in diesem Zusammenhang, dass an Wochenenden oft hunderte von Hochzeitsgästen vor dem Standesamt ohne Mundschutz und ohne Einhaltung von Abstandsregeln den Marktplatz bevölkern. „Muss das denn wirklich sein?“ Für die von der Bundesregierung und dem Landrat beschlossenen Maßnahmen hat sie volles Verständnis. „Ich habe großen Respekt vor den Entscheidungen. Und auch wenn das Late Night Shopping kein Ersatz für den Fettmarkt ist, bin ich doch sehr dankbar, dass überhaupt etwas gemacht wird.“

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