Wer Pferde versteht, versteht das Leben
Bild: Baumjohann
Über zahlreiche Besucher bei der Lesung der Hamburger Pferdeflüsterin freuten sich (v. l,) Anne Hausen, Birgit Kabus und Andrea Kutsch.
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Wo auch, wenn nicht im pferdeaffinen Warendorf, sollte eine Autorenlesung mit der Pferdeflüsterin Andrea Kutsch ausgesprochen gut besucht sein? Dabei war das, was Andrea Kutsch im Bürgerhaus präsentierte, alles andere als eine klassische Autorenlesung.

 Zwar hatte die Hamburgerin ihr neu erschienenes Buch „Aus vollem Herzen. Wie ich erst die Pferde verstand und dann das Leben“ im Gepäck und stand schon vor Beginn ihres Vortrags für Selfies und Autogramme zur Verfügung. Während des Abends allerdings nahm sie das Buch nicht einmal zur Hand und erzählte stattdessen aus ihrem Leben und von der von ihr entwickelten wissenschaftlich basierten Trainingstechnik für Pferde (EBEC).

 Diese Methode als Weiterentwicklung ihrer Tätigkeit als Pferdeflüsterin zu entwickeln, sei eine aufreibende und spannende Arbeit gewesen, bekannte Kutsch. Das Ergebnis nun vermitteln und die Entwicklung der Lernenden beobachten zu können, sei einfach nur Freude und Glück pur. Die Leidenschaft für ihre Arbeit nicht nur an der Andrea-Kutsch-Akademie war der Bestsellerautorin und Pferdeflüsterin dabei in jeder Sekunde anzumerken. Die Entwicklung der gewaltfreien Kommunikation mit dem Pferd habe ihr auch geholfen, mit einem privaten Schicksalsschlag klarzukommen und gestärkt daraus hervorzugehen, ist die Hamburgerin überzeugt. Eben dieser private Schicksalsschlag, der Erkrankung ihres Mannes an einem bösartigen Hirntumor, spielt im Buch „Aus vollem Herzen“ eine wichtige Rolle. „Es ist eine zweigeteilte Geschichte“, charakterisiert Andrea Kutsch ihr neues Buch. Neben der privaten Ebene spielen natürlich auch die Pferde und die Trainingsmethode EBEC eine wichtige Rolle.

 Gut möglich übrigens, dass Andrea Kutsch im kommenden Jahr auf Einladung der katholischen öffentlichen Bücherei St. Bonifatius und von Büchereileiterin Sabine Termeer persönlich noch einmal in die Stiftsstadt kommen wird. Erste Gespräche darüber sind am Rande der Veranstaltung schon geführt worden.

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