Westfälischer Hansetag in Warendorf?
Bild: Gero Sliwa
Zum Westfälischen Hansetag strömen mehrere zehntausend Menschen in die Stadt. So war es 2014 in Soest.
Bild: Gero Sliwa

Hamburg, Bremen und Lübeck – dass sich diese Städte im hohen Norden Hansestädte nennen, ist allgemein bekannt. Aber auch Warendorf war Mitglied des Bundes. „Das weiß aber längst nicht jeder. Deshalb ist es gut, dass der Westfälische Hansetag hier stattfindet“, erklärte Andrea Kleene-Erke (SPD).

Im Rahmen einer zweitägigen Wochenendveranstaltung stellen sich die Mitgliedsstädte des „Westfälischen Hansebundes“ mit Infoständen vor. Erfahrungsgemäß wird ein solcher Hansetag, der unter anderem ein attraktives Bühnenprogramm vorsieht, von mehreren 10 000 Menschen besucht. Kurz Schlucken mussten Warendorfs Kommunalpolitiker, als ihnen mitgeteilt wurde, dass rund 50 000 Euro für die Organisation eines Westfälischen Hansetags zu veranschlagen seien. „Ich bin mir aber sicher, dass das auch günstiger geht“, erklärte Bürgermeister Jochen Walter, der in diesem Zusammenhang auf das Team von Warendorf Marketing baut und darüber hinaus hofft, Sponsoren für die Veranstaltung gewinnen zu können. Daniel Kebschull (Bündnis 90 / Die Grünen) stellte fest, dass von einer solchen Veranstaltung ein besonderer Werbeeffekt für die Stadt ausgehe und das Geld gut investiert sei.“ Vize-Bürgermeisterin Doris Kaiser (CDU) fragte an, ob die Ausrichtung des Hansetags – auch mit Blick auf die Kosten – einer erneuten Bewerbung um einer Landesgartenschau-Ausrichtung hinderlich sein könne.

Mit klaren Worten beendete Hermann-Josef Vinke (CDU) die aufkeimende Kosten- und Nutzenanalyse: „Wir sind da Mitglied, und deshalb sind wir auch mal dran, den Westfälischen Hansetag auszurichten.“

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