Westpreußen-Museum eröffnet im Juni
Das ehemlige Franziskanerkloser wird bald das Westpreußische Landesmuseum beherbergen.

Der Leiter der Einrichtung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1975 ihren Standort im Drostenhof in Wolbeck hatte, hat im Rahmen der jüngsten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses der Stadt Warendorf den Strand der Planungen vorgestellt. Dr. Lothar Hyss teilte mit, dass das Konzept für die Museumsgestaltung grob umrissen sei. Jetzt gehe es an die Detailplanung, für die man Michael Wienand, der unter anderem die Neukonzeption für das Telgter Museum „Religio“ entwickelt hatte, gewinnen konnte.

Für den Museumsstart in der Emsstadt skizzierte Dr. Hyss ehrgeizige Ziele: „Wir wollen die Qualität und den Bekanntheitsgrad des Museums steigern“, erläuterte der Museumschef den Ausschussmitgliedern. Dabei lobte er die künftige Heimstätte des Westpreußen-Museums in höchsten Tönen. Die Ausstellungsfläche werde von 1100 Quadratmeter in Wolbeck auf dann 1350 Quadratmeter gesteigert. Mit den Eigentümern des Klosters, der Familie Horstmann, habe man einen langfristigen Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Im Warendorfer Kloster wird es neben der Dauerausstellung mit Exponaten zur Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte des Landes am Unterlauf der Weichsel auch Wechselausstellungen geben. Große Erfolge seien am alten Standort in Wolbeck die Ausstellungen zu Kurt Schumacher und Klaus Kinski gewesen; für Warendorf sei unter anderem eine Präsentation über Günter Grass, dem in Danzig geborenen Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger, geplant.

Dr. Lothar Hyss erklärte, dass er sich eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Warendorf – die bestehende Städtepartnerschaft mit Olesnica / Polen sei ein möglicher Anknüpfungspunkt – sowie hier ansässigen Kunst- und Geschichtsvereinen wünsche. Der Leiter des Westpreußischen Landesmuseums hofft ebenso auf finanzielle Unterstützung aus dem Stadtsäckel für die Einrichtung, die zu rund 80 Prozent vom Bund sowie vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dem Land NRW finanziert werde. „Warendorf bekommt dafür ein Museum auf höchstem Niveau. Den Beitrag, den wir erhalten, werden wir zehnfach in Form von hochkarätigen Ausstellung und anderen Veranstaltungen wie Vorträgen zurückzahlen“, versprach Dr. Lothar Hyss. Der Eintrittspreis für das künftige Museum im ehemaligen Kloster in Warendorf soll, so Dr. Hyss, bei günstigen vier Euro pro Person liegen.

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