„Wonderful“: Ghanaer besuchen Emsstadt
Bild: Bussieweke
Mit ghanaischer Mütze, Tasche und Armband erkunden Esther Wepalam und David Alawa die Warendorfer Innenstadt. Am Montag besuchten sie den Weltladen.
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„Magnificient, wonderful, and especially big“ – Großartig, wundervoll und mächtig findet David Alawa die Kirchen Warendorfs. Mit seinen Händen zeichnet er einen großen Bogen nach, um zu verdeutlichen, wie mächtig.

Detaillierte Figuren faszinieren die Gäste

Besonders gut gefallen hat ihm die Laurentiuskirche an Mariä Himmelfahrt. Die detaillierten Marienfiguren, die andächtige Stimmung, all das wird ihm noch lange im Gedächtnis bleiben. Und da war ja auch noch das Musical „Maria“, eine tolle Aufführung, wie David Alawa findet.

Eine Kirche, die Esther Wepalam besonders inspiriert hat? Klar, die Gotteshäuser in Warendorf fand sie wunderschön. Aber vom Hocker gehauen hat sie der Kölner Dom, den die Gäste bei einer Tagesfahrt besichtigt haben. Allein die Stufen des Gebäudes zu erklimmen, sei ein besonderes Erlebnis gewesen.

Am liebsten den Kölner Dom mit nach Hause nehmen

Am liebsten würden sie das Gebäude mit in die Heimat nehmen, sagt Wepalam und lacht. „Genug Gläubige, die die Kirche regelmäßig besuchen würden, hätten wir auf jeden Fall“, ergänzt Alawa. Aber auch das, was sonst noch dazugehört – die Boote auf dem Rhein, die Hohenzollernbrücke und die Züge, die darüber fahren, haben bei beiden einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir haben keine Züge in Ghana“, erklärt Wepalam. „Zum ersten Mal damit zu fahren, war aufregend.“

Gerade stöbern die beiden im Weltladen am Krickmarkt. Neben ihnen steht Martina Grundkötter, die als Mitglied der Laurentius- Pfarrgemeinde Esther Wepalam bei sich aufgenommen hat. Sie streckt sich in die Höhe und greift gezielt nach einer bunten Tragetasche. „Aus Bolgatanga“, sagt sie, und erklärt: „Das ist die Bistumsstadt von Walewale, wo Esther und David wohnen.“ Auch die beiden Gäste erkennen die Tasche direkt als ein heimisches Produkt. Wepalam nimmt sie gleich mal auf die Schulter. Bis Samstag bleiben die beiden noch in Warendorf.

Vorfreude auf Familie und Freunde

Auch wenn sie sich darauf freuen, Familie und Freunde in ihrer Heimat, der nordghanaischen Stadt Walewale, wieder in die Arme zu schließen, würden sie am liebsten noch länger bleiben. Denn das, was sie bisher erlebt haben, hat sie überzeugt. „Wie ihr euch um alte Menschen kümmert, wie viele Spielzeuge die Kinder im Kindergarten haben – das ist einfach traumhaft“, sagt David Alawa.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch in der „Glocke“

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