Zahl der Wohnungseinbrüche steigt
Bild: obs / CosmosDirekt / Thinkstock
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist kreisweit, aber auch in Warendorf stark gestiegen.  
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Dabei ist Warendorf allerdings kein Schwerpunkt, denn auch kreisweit werden es deutlich mehr als die 2014 gemeldeten 529 Fälle sein, prognostiziert Polizei-Pressesprecherin Susanne Dirkorte. In größeren Städten massiere sich das Geschehen, aber auch kleinere Gemeinden sind keine Inseln der Glückseligen.

Nicht nur in der Dunkelheit

Neu sei, dass auch im Sommer keine Entspannung zu registrieren sei. Die Einschätzung, dass es verstärkt in der dunkleren Jahreszeit und abends zu solchen Delikten komme, müsse daher relativiert werden. Auch am helllichten Tag nutzten Kriminelle oft gezielt die Abwesenheit von Bewohnern, um zuzuschlagen. Bevorzugt würden Einfamilienhäuser heimgesucht, zumal dann, wenn der Tatort zum Beispiel wegen dichten Pflanzenbewuchses schlecht einsehbar sei, sagt die Polizeisprecherin. Freistehende Objekte seien eher gefährdet als zum Beispiel Reihenhäuser.

Das Aufhebeln von Fensterrahmen und Haustüren sei nach wie vor die häufigste Methode der Einbrecher, aber zunehmend würden auch Scheiben eingedrückt oder zerstört. Die Aufklärungsquote ist niedrig: 2014 wurden kreisweit nur 16 Prozent der Delikte aufgeklärt, in Warendorf immerhin gut 23 Prozent.

Der vorerst letzte Einbruch in der aktuellen Serie geschah am Sonntagabend am Wilhelm-Löhrs-Weg in Warendorf. Wie die geschädigten Hauseigentümer dieses Ereignis erlebt haben, schilderten sie am Tag danach der „Glocke“ (siehe unsere Warendorfer Lokalausgabe vom 6. Oktober).

Ratschläge der Polizei

100-prozentige Sicherheit gibt es nicht, aber Wohnungseinbrechern kann die Arbeit erschwert werden. „Anwesenheit vortäuschen“ empfiehlt die Polizei, das bedeutet unter anderem, Licht brennen zu lassen. Im Urlaubsfall sollten Nachbarn gebeten werden, den Briefkasten zu leeren, die Mülltonne zeitgerecht an die Straße zu stellen und gegebenenfalls ein Auto auf der Garagenzufahrt zu parken. Grundsätzlich sollten auch bei kürzerer Abwesenheit die Fenster nicht „auf Kipp“ bleiben, die Haustür sollte immer abgeriegelt werden.

Wie man Grundstück und Haus technisch besser sichern kann, darüber informiert die Beratungsstelle der Polizei. Eine landesweite Aufklärungsaktion findet vom 19. bis 26. Oktober statt, in Warendorf speziell schon am Fettmarktsonntag, 18. Oktober, 11 bis 18 Uhr in der Beratungsstelle der Polizei.

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