Zwei Flächen für die „Tiny Houses“
Der Trend zum Wohnen in mobilen Mini-Häusern kommt aus den USA. In Deutschland könnte Warendorf die Vorreiterrolle einnehmen.

 „Wir haben zunächst größere städtische Flächen im Randbereich gesucht, sind dort aber nicht fündig geworden“, sagte Baudirektor Peter Pesch am Donnerstagabend im Rahmen der Sitzung des Planungsausschusses. Die Verwaltung schlage daher vor, im Rahmen der Nahverdichtung eine 1700 Quadratmeter große Wiese an der Holtrupstraße (südlich Josefskirche) und die Fläche des ehemaligen Spielplatzes am Sperlingsweg für die neue Wohnform bereitzustellen.

 Insgesamt acht bis neun mobile Häuschen könnten dort Platz finden. „Es gibt bereits eine große Anzahl von Anfragen, hauptsächlich von Senioren, die sich verkleinern wollen. Immer weniger ältere Menschen wollen offenbar allein auf 150 Quadratmetern wohnen. Aber auch junge Singles und sogar eine komplette Familie haben Interesse bekundet“, so Pesch. Etwa 200 bis 250 Quadratmeter Grundfläche werden für ein „Tiny House“ benötigt. Hierfür werden wie bei „richtigen“ Häusern alle nötigen Anschlussleitungen von Gas und Wasser über Kanalisation und Strom bis hin zum schnelle Internet bis an die Grundstücke gelegt. Der neue Bewohner fährt dann mit seinem Heim einfach vor und schließt sich an. „Ein weiterer großer Vorteil dieser Wohnform besteht darin, dass man mit dem kompletten Hausstand einfach an einen Standort in einer anderen Stadt fahren und sich dort wieder niederlassen kann“, warb Pesch für diese Möglichkeit der neuen Heimat.

Wie das Ganze formal zu handhaben sei, beispielsweise ob jeweils ein kompletter Bauantrag zu stellen sei, stehe noch nicht so ganz fest. Pesch: „Noch bewegen wir uns hier in einer rechtlichen Grauzone.“ André Wenning (FWG) zeigte sich hocherfreut, dass diese von seiner Fraktion ins Spiel gebrachte Wohnform schon bald zur Baureife entwickelt werden könnte.

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