Zwei Jahrgänge in einer Schulklasse
Bild: Tenbrock

Die Laurentiusgrundschule in Warendorf will als erste der vier Grundschulen in der Emsstadt den jahrgangsübergreifenden Unterricht der Klassen 1 und 2 zum Schuljahr 2013 / 2014 einführen. Das Bild zeigt (v. l.) Finn, Mazlum und Engin aus der Klasse 1b der Schule im Kunstunterricht.

Bild: Tenbrock

Voraussetzung ist, dass die Schulkonferenz bei ihrer Zusammenkunft im Juni ihre Zustimmung gibt. Dies hat Schulleiterin Barbara Schulze Niehues  bei einem Informationsabend für Eltern der Erstklässler des Schuljahrs 2011 /2012 angekündigt. Zugleich wird der Grundschulleiterin zufolge darüber nachgedacht, das gemeinsame Arbeiten von Erst- und Zweitklässlern bereits im Schuljahr 2012 / 2013 zu starten. „Dies allerdings nur, wenn die Eltern der Schüler zustimmen“, betonte Schulze Niehues.

„Wir können uns vorstellen, mit dem Konzept früher zu beginnen, wenn Lehrer und Eltern einverstanden sind“, sagte die Pädagogin. Die Schule würde sich aber auf keinen Fall darüber hinwegsetzen, wenn nur beispielsweise 51 Prozent der Eltern dem zustimmen würden. „Wir wünschen uns eine große Mehrheit für den jahrgangsübergreifenden Unterricht“, so die Rektorin. Offen sei noch, mit welchem Verfahren die Eltern befragt würden.

 Die Lehrerkonferenz der Schule habe bereits grünes Licht gegeben. Schulpflegschaften und Klassenpflegschaften seien informiert. Sollte die Schulkonferenz (Gremium aus sechs Lehrern und sechs Elternvertretern) ihr Okay geben, würde im kommenden Schuljahr die Fortbildung des Lehrerkollegiums beginnen. Auch würden dann die Eltern der Jahrgänge 2012 / 2013 entsprechend informiert.

 „Die Laurentiusgrundschule wäre dann die erste der vier Grundschulen in der Kernstadt Warendorf, die Schulanfänger und Zweitklässler gemeinsam unterrichten“, bestätigt Schulamtsleiter Udo Gohl. Allerdings sei diese Lösung rückläufigen Schülerzahlen geschuldet. Gleichwohl betonte sie, dass sie in  „jahrgangsübergreifendem Lernen nicht nur eine Notlösung sieht, sondern auch eine Chance, die Qualität des Unterrichts zu verbessern“. Grund sei, dass soziale Aspekte berücksichtigt würden, und dass Schüler so differenzierter lernen könnten, betonte Andrea Hagemeyer.

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