Zweiter Vorstand fürs Josephs-Hospital

Das zweite Vorstandsmitglied ist da: (v. l.) Rainer Budde, Michael von Helden, Peter Goerdeler und Doris Kaiser.

Auch sein Vertrag gilt für sechs Jahre. Rainer Budde, der Kurator der Stiftung, die das Krankenhaus trägt, hieß gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Doris Kaiser den Neuzugang am Montagmorgen (15. Juni) willkommen.

Von Helden war zuletzt als Kaufmännischer Direktor der evangelischen Krankenhäuser in Münster und Gronau (Kreis Borken) tätig. Beide Einrichtungen gehören zum Valeo-Kliniken-Verbund, einer Gesellschaft mit unter anderem vier evangelischen Kliniken.

Der 42-jährige neue Vorstand ist Diplom-Kaufmann, stammt aus Norddeutschland und lebt mit Frau und zwei kleinen Kindern in Hasbergen bei Osnabrück. Er ist nach eigenen Angaben seit 17 Jahren im Krankenhauswesen tätig, mit Stationen in Schleswig-Holstein und im benachbarten Kreis Gütersloh. Kaufmännischer Direktor für die Häuser in Gronau und Münster war er insgesamt zehn Jahre lang.

Angefangen habe er seine Laufbahn im Controlling, berichtete von Helden. Das wirkt nach: „Mich prägen durchaus Zahlen bei Entscheidungen. Das ist im Krankenhausbereich auch wichtig geworden, aufgrund des Kostendrucks, den wir seit vielen Jahren spüren.“ Zur Zukunft des Warendorfer Hospitals betonte der neue Vorstand, über die Grund- und Regelversorgung hinaus sei es wichtig, sich zu spezialisieren und „Leuchttürme“ zu schaffen. „Es wird spannend. Es kommen viele Herausforderungen auf uns zu.“

Beide Vorstände sind laut Kurator Budde gleichberechtigt. Goerdeler, der weiter als Vorstandsvorsitzender amtiert, beschrieb die Aufgabenverteilung. Während er selbst die medizinische Weiterentwicklung vorantreibe, kümmere sich von Helden um Kernverwaltung, Controlling und Personal. Er kenne seinen neuen Vorstandskollegen schon länger, betonte Goerdeler. „Wir schätzen uns.“ Die anstehenden Herausforderungen wie die „immer kompliziertere Gesetzeslage“ sowie die Neufassung des Landes-Krankenhausplans seien von einem Vorstand allein nicht mehr zu bewältigen.

Die Stellvertretende Bürgermeisterin und Kuratorin Doris Kaiser gab sich mit Blick auf von Helden überzeugt, er passe „zum Team des Krankenhauses“. Es seien viele gute Bewerbungen für den Vorstandsposten eingegangen. Für von Helden hätten „seine starke Persönlichkeit“, seine „präzisen und klaren“ Vorstellungen sowie sein Bekenntnis zu den christlichen Werten des Hospitals gesprochen. Zudem verfüge er über „langjährige Erfahrung und Kompetenz in der Leitung von Krankenhäusern“.

Rainer Budde sagte, der zweite Vorstand sei installiert worden, um das Hospital zukunftsorientiert aufzustellen. Aus Sicht des Kuratoriums sei eine Verstärkung des Vorstands angesichts der anstehenden Aufgaben unumgänglich gewesen. Van Helden sei einstimmig in sein neues Amt gewählt worden. Das Wachstum des Josephs-Hospitals führe zu vielen neuen Herausforderungen. Von Helden sei „ein Vollblutprofi“, dem das Kuratorium die Weiterentwicklung des Krankenhauses gemeinsam mit Goerdeler zutraue.

Eine weitere Neuerung für das Josephs-Hospital sei die Arbeit mit Wirtschaftsplänen. Gegenwärtig gelte es, nach der Corona-Krise wieder Fuß zu fassen und die Patienten zurück ins Krankenhaus zu holen. Budde betonte: „Wir haben vieles vor und wollen unsere Chancen nutzen. Wir wollen die Nummer eins in der Region werden.“

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