Wird Freckenhorst Mekka für Boule-Sport?
Deutsche Meisterschaften und Turniere mit internationaler Beteiligung könnten in Freckenhorst ausgetragen werden, sofern der Sportplatz der ehemaligen Hauptschule dafür hergerichtet wird.

Intensiv betreiben die Freckenhorster den Nationalsport der Franzosen (Pétanque). Und mit dem Sportplatz an der ehemaligen Hauptschule ist auch ein geeignetes Gelände vorhanden, das für Ereignisse von überregionaler Bedeutung hergerichtet werden könnte. Der Sportplatz ist seit mittlerweile vier Jahren Trainingsstätte der Freckenhorster Boule-Freunde, die davor ihr Domizil auf dem Tacke-Gelände an der Everswinkeler Straße hatten.

Im Rahmen des Ortsentwicklungskonzepts (OEK) für Freckenhorst ist auch über die künftige Nutzung des Sportplatzes nachgedacht worden, der nach Schließung der Hauptschule und Fertigstellung des Kunstrasenplatzes am Feidiek an Bedeutung verloren hat. Für Fußballtraining wird der Ascheplatz beispielsweise nicht mehr benötigt. Laut OEK soll die Sportplatzfläche auch künftig für eine öffentliche Nutzung erhalten bleiben. Das gilt insbesondere für die 400-Meter-Leichtathletik-Laufbahn. Vorgeschlagen wird außerdem, die Hälfte des Innenfeldes für den Boule-Sport zur Verfügung zu stellen und entsprechend herzurichten, sodass dort auch nationale und internationale Turnier wie Deutsche Meisterschaften ausgetragen werden können.

Seitens der Stadtverwaltung wird dieser Vorschlag allerdings kritisch gesehen. In der Vorlage zur jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses, in dem über das OEK gesprochen wurde, ist von einem „sparsamen Umgang mit öffentlichem Grund und Boden“ die Rede. Bisher habe die Stadt Sportanlagen in aller Regel nur für Mehrspartenvereine zur Verfügung gestellt, heißt es in dem Papier weiter. „Der Boulesport ist demgegenüber eher als Randsportart zu sehen“, so die Stellungnahme der Verwaltung.

Entschieden werden soll über die Folgenutzung des Hauptschul-Sportplatzes an anderer Stelle zu einem späteren Zeitpunkt. Ob sich die Boule-Freunde dann erneut nach einem neuen Ort für die Ausübung ihres Sports umsehen müssen, bleibt offen . . .

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