Landrat „motiviert wie am ersten Tag“



Kreis Gütersloh (mn) - Er fühlt sich „rundherum fit“, ist nach eigener Aussage auch nach 15 Jahren noch „genauso motiviert wie am ersten Tag“. Denn: „Landrat im Kreis Gütersloh zu sein, das macht einfach Spaß“, erklärt Sven-Georg Adenauer im Brustton der Überzeugung – und mit strahlenden Augen.

Auf der Bank im Foyer des Kreishauses Gütersloh: Sven-Georg Adenauer will am 25. Mai zum vierten Mal Landrat im Kreis Gütersloh werden.

Deshalb setzt der CDU-Amtsinhaber auch am Sonntag, 25. Mai, zum vierten Mal in Folge auf Sieg. Berufliche Alternativen standen und stehen für den 54-jährigen Juristen aktuell nicht zur Debatte. Allen Unkenrufen zum Trotz, hat er das Landratsamt nicht als Sprungbrett für möglicherweise bedeutsamere Aufgaben genutzt. Sven-Georg Adenauer schätzt Vielfalt, Wirtschaftskraft und Lebensqualität des Kreises Gütersloh ungemein.

Zudem ist trotz aller Routine und Erfahrung auch heute in der Kreisverwaltung oder bei Begegnungen mit Menschen auf der Straße kein Tag wie jeder andere. „Ich lerne immer noch etwas Neues im und über den Kreis kennen“, sagt Adenauer. Beispielsweise habe er erst kürzlich das Miniburggelände am Mastholter See kennengelernt und sei beim Bezirksjungschützentag in Bokel über ihm völlig unbekannte Straßen marschiert. Lange habe er auch nichts vom Raucherklub Heiterkeit in Steinhagen gewusst. Aber genau das mache neben immer wieder neuen politischen Herausforderungen den Reiz des Landratsamtes aus.

„Meine Arbeit spricht für mich“

Dass die junge SPD-Gegenkandidatin Elvan Korkmaz ihn aus dem Kreishaus verdrängen wird, glaubt Adenauer nicht. Im Gegenteil: Nach 54,1, 55,8 und 56,7 Prozent bei den Wahlen 1999, 2004 und 2009 hofft der 54-Jährige sogar auf eine weitere Verbesserung seines Stimmenanteils. Denn: „Meine Arbeit spricht für mich. Ich spüre, dass ich hier willkommen bin. Die Menschen akzeptieren und schätzen mich.“ Auch wenn er es nicht immer allen recht machen könne, „die positiven Rückmeldungen überwiegen eindeutig“, sagt der gebürtige Rheinländer, der sich inzwischen „als Teil des Kreises Gütersloh fühlt und hier eine neue Heimat und neue Freunde gefunden“ hat.

Seine Herkunft spielt in Gesprächen mit anderen Bürgern immer weniger eine Rolle. Der prominente Nachname ist längst Alltag. Natürlich werde er immer mal wieder auf seinen Großvater angesprochen, sagt Sven-Georg Adenauer. Aber: „Das wird weniger.“ Der Enkel des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer hat im Kreis Gütersloh selbst genügend Spuren hinterlassen und will auch nach dem 25. Mai federführend weitere Duftmarken setzen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.