Lichterhaus in Borbein ist eine Attraktion



Ahlen (det) - Eckhard heißt er und ist das jüngste Familienmitglied von Gudrun und Hans-Jürgen Kayser. Er steht er im Garten ihres Hauses in der Bauerschaft Borbein und leuchtet allabendlich ins Land. Eckhard ist ein Rentier. Zumindest meinen das die Autofahrer, die abends auf der Sendenhorster Straße unterwegs sind.

Tierlieb ist das Ehepaar Kayser schon immer gewesen. Im Garten schnattern zwei Gänse, zudem tummeln sich dort das Mini-schwein Rudi, das Hängebauchschwein Wanda sowie etliche Hühner. Dazu kommen die Katze Maya, der vier Monate alte Jack-Russel-Terrier Jack und seit kurzem halt Eckhard, das Rentier.

<mediaobject class="imageleft" id="X0.5428357503430763" idref="X0.9878807248558477" type="image" uid="7f921c27-af51-436d-9d87-c12f1d1de185" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/7f921c27-af51-436d-9d87-c12f1d1de185/IMG_2950.JPG" uuid="7f921c27-af51-436d-9d87-c12f1d1de185" x0="0" x1="100" y0="0" y1="100"> <element name="Unterschrift">Im Borbeiner Lichterhaus, mit viel Liebe zum Detail geschmückt, fühlen sie sich richtig wohl: (v. l.) Gudrun Kayser, Niko (13), Sandra und Mieke (11) Harhoff sowie Hans-Jürgen Kayser. <element name="Quelle"/> </mediaobject>Dabei ist Letzterer eher ein Zufallsprodukt. Denn geplant sei das nicht gewesen, verrät Gudrun Kayser (58). Eigentlich habe sie nur einen Lichterschlauch im Garten aufhängen wollen. Dazu sei sie auf die mehrere Meter hohe Alu-Leiter geklettert, obwohl sie nicht schwindelfrei sei. „Mein Mann hat die Leiter gehalten, und ich habe auf gut Glück den Schlauch befestigt.“ Um einzelne Stücke etwas höher zu hängen, habe sie eine längere Greifzange benutzt, erklärt die kreative Hausfrau. Auf diese Weise seien die Umrisse von Eckhard entstanden. „Dass das Ganze von weitem wie ein Rentier aussieht, haben wir erst beim Einschalten der Beleuchtung erkannt“, sagt sie.

Doch nicht nur Eckhard ist ein echter Hingucker. Auch die restliche Beleuchtung des 80 Quadratmeter großen und in Eigenregie kernsanierten Hauses an der Sendenhorster Straße 37 zieht die Blicke auf sich. Kein Wunder: Leuchten doch allein an der Vorderfront zehn Lichterketten mit je 200 LED-Lämpchen sowie zwei Lichtschläuche mit je 320 Stück. Weitere vier Lichterketten tauchen den Gartenbereich in heimeligen Lichterschein. Hinzu kommen die Dachrinnen, die mit drei Lichterketten erhellt werden. „Das ist das Borbeiner Lichterhaus“, schwärmt Gudrun Kayser.

<mediaobject class="imageleft" id="X0.19563839262948324" idref="X0.29871785064591033" type="image" uid="76b5ea1e-da80-40a8-b953-104f0aac6dee" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/76b5ea1e-da80-40a8-b953-104f0aac6dee/IMG_2923.JPG" uuid="76b5ea1e-da80-40a8-b953-104f0aac6dee" x0="0" x1="100" y0="0" y1="100"> <element name="Unterschrift"/> <element name="Quelle"/> </mediaobject>„Wenn ich jemand gefunden hätte, der aufs Dach klettert, wären da noch Lichterketten hingekommen“, sagt Hans-Jürgen Kayser und plant bereits Erweiterungen im kommenden Jahr. „Wichtig ist, das alles Ton in Ton übergeht“, erklärt er. Kitschig solle die Weihnachtsbeleuchtung nicht aussehen. Tochter Sandra Harhoff (36) denkt schon jetzt mit Schrecken an die horrende Stromrechnung ob des Lichterglanzes. Doch da kann sie ihr Vater beruhigen. „Das sind alles LEDs“, rechnet er vor, „und die verbrauchen keine 100 Watt in der Stunde.“

Beleuchtung bis Ende Januar

Angesprochen auf ihre schmucke Weihnachtsbeleuchtung werden das Ehepaar Kayser nicht nur von Freunden, Bekannten und Passanten. Auch mancher Ordnungshüter kennt mittlerweile das hell erleuchtete Objekt in der Bauerschaft. Als Gudrun Kayser kürzlich auf der Polizeiwache den Diebstahl ihres Portemonnaies gemeldet hat, wusste der Beamte sofort Bescheid: „Ach, sie wohnen in dem Lichterhaus.“

Wer sich selbst ein Bild vom schmucken Haus machen möchte, braucht sich nicht zu sputen. Täglich wird die Weihnachtsbeleuchtung von 16 bis 24 Uhr eingeschaltet. Und wie Hans-Jürgen Kayser verspricht. „Auf jeden Fall noch bis Ende Januar.“

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