Lockdown ist große Herausforderung



Beckum (jew)- Einwöchiger Lockdown in der Püttstadt: Da die Infektionszahlen infolge des Corona-Ausbruchs beim Fleischkonzern Tönnies auch im Kreis Warendorf die erlaubte Zahl überschritten haben, muss der gesamte Kreis und damit auch Beckum wieder mit härteren Einschränkungen klarkommen.

Die Stadtverwaltung steht vor einer ihrer größten Herausforderungen. Neben der Überprüfung der Quarantäne von Tönnies-Mitarbeitern muss sie nun im Lockdown auch wieder das öffentliche Leben kontrollieren.

Feiern sind wieder untersagt, es gelten Kontaktbeschränkungen, Fitnessstudios und Museen bleiben geschlossen, es gilt Picknick- und Grillverbot an öffentlichen Plätzen.

Einzelhandel nicht betroffen

Der Einzelhandel, VHS, Musikschule und Büchereien sowie die öffentlichen Spielplätze im Stadtgebiet sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Umfangreiche Massentests sollen in allen Kommunen jetzt durchgeführt werden. Insbesondere soll dies für Krankenhäuser, Pflegeheime und Supermärkte gelten.

Stadtverwaltung steht vor Herausforderung

Dieser plötzliche Ausnahmezustand trifft aber nicht nur Fitnessstudiobetreiber, Sportvereine und Bürger, die größere private Feiern geplant haben, hart. Auch die Beckumer Stadtverwaltung steht erneut vor einer riesigen Herausforderung, die kaum zu schaffen ist. „Jetzt gibt es wieder noch mehr Dinge, die beachtet werden müssen“, sagte Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann gegenüber der „Glocke“, mit der er unmittelbar nach Bekanntgabe des Lockdowns durch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sprach.

Ordnungsamt führt wieder Kontrollen durch

„Wir werden ab morgen wieder alle Teams neu schmieden müssen“, erklärte der Verwaltungschef. Ohnehin sei die Verwaltung mit der Überwachung der Quarantäne von Tönnies-Mitarbeitern und deren Kontaktpersonen schon überlastet gewesen. Nun müsse das Ordnungsamt zusätzlich den öffentlichen Raum kontrollieren und gegebenenfalls einschreiten, wenn sich die Bürger nicht an die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie das Picknick- und Grillverbot hielten. Sollten weitere Leute positiv getestet werden, müssten auch wieder mehr Kontrollen erfolgen. „Wie wir das personell schaffen sollen, weiß ich auch noch nicht“, gestand Strothmann.

Schulen und Kitas ab Donnerstag zu

Die Schulen und Kitas werden ab Donnerstag, 25. Juni, grundsätzlich geschlossen. Die Schließung sowie die Einrichtung von Notbetreuungen werden in einer Allgemeinverfügung des Kreises Warendorf geregelt, die für den heutigen Mittwoch erwartet wird.

Arbeitsreiche Tage für den Bürgermeister

Nach dem Gespräch mit der „Glocke“ war Dr. Karl-Uwe Strothmann direkt zu einer einstündigen Telefon-Konferenz mit allen Bürgermeistern und dem Landrat verabredet. Auf ihn warten jetzt arbeitsreiche Tage.

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