Extraklasse bei Schulze Niehues
Bild: Hartwig
Lars Volmer aus Legden und Diamond For Pleasure gewannen am Sonntagnachmittag den Großen Preis. 
Bild: Hartwig

Das Pferdesportereignis mit nicht weniger als vier Springprüfungen der schwersten Klasse, darunter der mit einem Gesamtgeldpreis von 5000 Euro dotierte Preis am Sonntag, zog nicht nur jede Menge Spitzenreiter aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an, sondern auch großes Publikum, das voll auf seine Kosten kam. Und so war es denn auch nicht verwunderlich, dass sich Otto Becker (Sendenhorst), Bundestrainer Springen, am Sonntagnachmittag bei Gastgeber Luder Schulze Niehues, seinem Sohn Jan Andre und der großen Helferschar im Namen der Teilnehmer für ein perfektes Turnier herzlich bedankte.

Schon am Freitag sah man nicht nur viele Reiter, sondern auch viele Besucher auf den gut gefüllte Tribünen in der 30 mal 80 Meter messenden Haupthalle. Sportlicher Höhepunkt des Tages war ein mit etwa 60 Startern sehr stark besetztes S-Springen. Hier siegte der Emsdettener Thomas Holz mit Conny´s Hulapalu GH mit einer fehlerfreien Runde in der absolut schnellsten Zeit von 48,18 Sekunden. Das Nachsehen hatte die in Füchtorf beheimatete Katrin Eckermann, eine der besten deutschen Springreiterinnen. Mit der erst neunjährigen westfälischen Stute Flipper Lady musste sie sich mit einer Nullrunde in 49,53 Sekunden geschlagen geben. Jan Andre Schulze Niehues (RFV Warendorf) zeigte mit Siggie zwar ebenfalls einen fehlerfreien Ritt, verpasste jedoch mit einer Zeit von 58,62 Sekunden exakt um einen Rang eine Platzierung. Das S-Springen war zugleich die erste Wertungsprüfung im Ruthmann Super-Cup, einer Prüfungsserie über drei S-Springen auf dem Turnier, die mit einer Ausbildungsförderung von insgesamt 5000 Euro für die drei besten Teilnehmer dotiert war.

Der Samstag hatte mit dem Zwei-Phasen-Springen der Klasse S einen weiteren Höhepunkt. Jan Wormstall (Recke) zeigte mit Qimba Rubin in 25,09 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt in der zweiten Phase. Zweiter wurde Lutz Gripshöver (Werne) mit Bordeaux (null Strafpunkte in 25,25 Sekunden). Der Nationenpreisreiter sollte genau wie die an dritter und vierter Stelle platzierten Lars Volmer (Legden) mit Diamond For Pleasure und die Warendorfer Sportsoldatin Maren Hoffmann mit Goldquelle noch am Sonntag von sich Reden machen.

 

Amazone siegt am Weltfrauentag

 Passend zum Weltfrauentag sicherte sich am Sonntagvormittag die erst 18-jährige Mia-Charlotte Becker (Sendenhorst) mit ihrer Stute Avila nicht nur das erste S-Springen des Tages, sondern auch ihres Lebens. Für ihren Vater, Bundestrainer Otto Becker, sollte das nicht die letzte Freude sein, die ihm seine Töchter an dem Tag bereiteten. So gelang Marlene Becker mit Cardoso noch ein Sieg in einem Stilspringen der Klasse M sowie eine weitere Platzierung in einem Stilspringen der Klasse L. Formidabel präsentierte sich in beiden Prüfungen Nicole Lechtermann vom RFV Rinkerode. Mit Leyla Ask gewann sie die erste Abteilung der L-Prüfung mit der bemerkenswerten Wertnote von 8,7. Im Stilspringen der Klasse M sicherte sie sich mit Leyla Ask den Sieg in der zweiten Abteilung (8,5) vor Marlene Becker mit Freixenet (8,3).

 

Volmer gewinnt Großen Preis

In der hochkarätigsten Prüfung des Turniers, dem Großen Preis am Sonntagnachmittag, einem S-Springen auf Zwei-Sterne-Niveau, setzte sich Lars Volmer durch. Dem Mannschafts-Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften der Jungen Reiter Springen von 2017, gelang in der Siegerrunde mit Diamond For Pleasure in 40,59 Sekunden die schnellste Nullrunde. Ihre Chancen auf den Sieg verspielte Katrin Eckermann mit Flipper Lady, die eine riskante Abkürzung nahm, danach aber am folgenden Hindernis scheiterte, was sie auf Platz 13 zurückwarf. Zweite wurde Katja Heitbaum (Herben) mit Curly Sue (null Strafpunkte in 43,03 Sekunden), gefolgt von Lars Volmer mit seinem Zweitpferd Forrestville DB (null Strafpunkte in 43,29 Sekunden) auf Platz drei. Vierte wurde die erst 18-jährige Maren Hoffmann mit ihrer Stute Goldquelle (vier Starfpunkte in 41,11 Sekunden).

 

Super Cup an Gripshöver

Am Ende des perfekt organisierten Turniers war man „froh“, dass es doch noch eine kleine Panne gab. Denn beim Ruthmann Super Cup, der Gesamtwertung der drei S-Springen, passierte ein Rechenfehler, weshalb zunächst irrtümlich die Warendorfer Sportsoldatin Maren Hoffmann zur Siegerin gekürt wurde. Tatsächlich hatte aber Lutz Gripshöver die meisten Punkte gesammelt und durfte sich deshalb über eine Ausbildungshilfe in Höhe von 2500 Euro freuen. Für Maren Hoffmann auf Platz zwei gab es immerhin noch 1500 Euro. Die drittrangierte Katja Heitbaum durfte 1000 Euro mitnehmen.

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