„Opi“ Pfeiffer unter Jungspunden
Mit 32 Jahren Neubeckums Senior und ruhender Pol auf dem Feld: Bengt Pfeiffer (l., hier gegen Rolands Mike Maslowski) ist ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen SVN-Mannschaft.

„Die sind ganz schön jung und hungrig“, staunte Pfeiffer nicht schlecht, als er seine neuen Teamkollegen erstmals beim Training sah. 32 Jahre ist Neubeckums Kapitän nun alt. Und um ihn herum tummeln sich nur Jungspunde, die gerade mit dem Abi fertig sind oder den Sprung in den Senioren-Bereich geschafft haben.

„Da komme ich mir schon ganz schön alt vor“, flachst Pfeiffer, der im Laufe der Vorbereitung in seine neue Rolle als Leitwolf der jungen Bande hineinwuchs. „Im Herbst meiner fußballerischen Laufbahn ist das ein Schub der anderen Art“, kitzeln die Mitspieler auch aus Pfeiffer noch ein paar Prozent mehr heraus. Seit 2004 kickt Pfeiffer bereits für den SVN – abgesehen vom einjährigen Zwischenstopp in Beckum.

 In Oelde durchlief der Stürmer die Jugend, ehe es ihn auf den Harberg zog. „Hier bin ich Pokalsieger und Meister geworden“, erinnert sich Pfeiffer an die goldenen Stunden des Kreisligisten zurück. All die Erfahrung kommt dem Knipser nun zugute, um es an die erfolgshungrigen Mitspieler weiterzugeben und zu helfen, wo es nur geht.

 „Manchmal sind die Jungs bestimmt ganz froh, wenn ich voran gehe“, muss Pfeiffer schmunzeln. „Zum Beispiel bei Elfmetern.“ Aber das macht der Offensivmann gerne. „Er ist unheimlich wichtig. Meine rechte Hand auf dem Platz“, ist Trainer Selim Smajkic froh, dass er seinen Bengt hat.

„Früher haben wir Selim immer ‚Opa‘ genannt“, erinnert sich Pfeiffer an jene Zeit, als Smajkic noch zu den alten Hasen und Pfeiffer zu den jungen Wilden gehörte. „Jetzt bin ich der Opa.“ Die Zeiten haben sich geändert. Nur der Ehrgeiz und die Lust am Kicken sind ungebrochen. „Wir haben das Potenzial, oben mitzuspielen“, ist Pfeiffer optimistisch, dass Neubeckum die Liga rocken wird. Mit dem alten Mann als Anführer der jungen Rasselbande.

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