Viele Spieler mit „null Selbstkritik“
Glück sieht anders aus: RW Ahlens Trainer Marco Antwerpen ist nur froh, dass seine Teilsaison beendet ist.

 „Die, die sich jetzt über die gemischte Mannschaft aufregen, die sehen nur das Offensichtliche. Aber nicht das, was dahintersteht“, stärkt Krug dem Trainer den Rücken. Klar, einerseits habe man darauf spekuliert, dass Zweckel nicht mehr Vollgas gibt. Irrtum, wie die happige 2:4-Niederlage bewies.

Andererseits seien Antwerpen die Hände gebunden gewesen. Die Leistungsträger waren krankgeschrieben und Arda Nebi aussortiert, da er sich wohl verbale Ausraster geleistet haben soll. Ob Spieler dabei waren, die nach Antwerpens Rundum-Generalkritik beleidigt waren, wer weiß das schon? „Man muss auch mal den Trainer verstehen“, wirbt Krug um seinen Übungsleiter.

 Und kritisiert gleichzeitig diejenigen, die Fans und Umfeld auf ihre Seite ziehen wollen. „Antwerpen: Die Wahrheit kommt immer ans Licht“ hatten die Ultras ein Transparent entrollt und bezogen sich wohl auf die Trennung von Nico Niemeier. Krug kommentiert: „Da hoffe ich aber mal, dass die ans Licht kommt.“

Ein leistungsbezogenes Angebot, mit dem der Defensive bei vollem Einsatz auf dasselbe Geld gekommen wäre, habe er – laut Krug – ausgeschlagen. „Wenn Niemeier den Fans was anderes erzählt, dann bin ich nur froh, dass wir ihm die Rote Karte gezeigt haben.“

Viele Aktive bewiesen, auch bezogen auf Antwerpens Schelte in der Woche zuvor „null Selbstkritik“. Jetzt wird neu aufgebaut. Da mehr Spieler gehen als gedacht, muss sich RW Ahlen auch auf dem Transfermarkt stärker einbringen.

„Wir sind da aber leider das Ende der Nahrungskette“, weiß Trainer Antwerpen, der vor allem Maximilian Dahlhoff jetzt schon schmerzlich vermisst. „Auch wenn’s nur für ein halbes Jahr ist, ist Maxi gar nicht zu ersetzen.“ Krug bleibt dennoch gelassen. „Im Juli kommen vielleicht auch noch welche, die sich woanders verzockt haben“, setzt er auf eine Granate, die „uns noch über den Weg laufen könnte.“

Über die Stellungnahmen der Fans und des Vereins zu den Krawallen sowie einen Kommentar dazu lesen Sie in der Glocke am Mittwoch

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