. . . und am Ende gewinnt    Wiedenbrück
Pokalexperten. Eine Woche nach dem Gewinn des Westfalenpokals und eine Woche vor dem DFB-Pokal-Knaller gegen Erstligist Köln räumte der SC Wiedenbrück beim Radio Gütersloh-Cup ab.

Im Unterschied zu Temperaturen von mehr als 30 Grad im Vorjahr machte das Regionalligateam von Thomas Stratos bei der Neuauflage des 2010er-Finals gegen den FC Gütersloh den Sieg gestern bei am Ende strömendem Regen und herbstlichen Temperaturen perfekt.

 „Ich hätte das Spiel gern eher entschieden, aber wir sind auf einem guten Weg“, hatte Stratos gesehen, dass seine Elf alle drei Partien dominierte, den Ball laufen ließ und viel spielerisches Potenzial offenbarte, jedoch im Finale mit dem Toreschießen geizte. So ging das Endspiel nach 45 Minuten ins Elfmeterschießen, wo sich der SCW trotz 0:2-Rückstands noch mit 4:3 behauptete.

Nicht gefallen hatten dem vom Schiedsrichter Max Dering SW Sende) hinter die Bande verwiesenen SCW-Trainer einige unglückliche Entscheidungen zu Ungunsten seines Clubs. Ziemlich ungehalten war Stratos sogar über das Vorrundenfoul eines Mastholter Spielers gegen Marwin Strudtrucker. Der Ex-Armine blieb schreiend liegen, statt des befürchteten Bänderrisses wurde später eine Dehnung oderPrellung diagnostiziert. Im selben Spiel schied auch Mariusz Rogowski mit schmerzendem Ellbogen nach unglücklichem Sturz aus. Auch der Mittelfeldspieler scheint glimpflich davongekommen zu sein.

„Bloß nicht wieder gut spielen und das Elfmeterschießen schaffen. Dann gibt es wieder eine Katastrophensaison“, hatte Tim Brinkmann, Kapitän des FC Gütersloh, in Erinnerung an das Vorjahr vor dem Finale geunkt. Doch der FCG scheint mit seiner verstärkten Mannschaft gerüstet für eine Saison mit Spitzenanspruch.

Zuschauerresonanz und Atmosphäre litten unter Regen und Wind, das spielerische Niveau nicht. Wie im Vorjahr lieferten sich der personell geschwächte Regionalligist SC Verl und Westfalenligist FC Gütersloh flottes, umkämpftes letztes Gruppenspiel, in dem sich die Gütersloher erneut gegen die noch vom Trainingslager geschlauchten Verler durch ein schönes Schiller-Kopfballtor mit 1:0 durchsetzten. Als kleines Trostpflaster gewann Verl das Elfmeterschießen um Platz drei mit 5:4 gegen RW Mastholte.

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