0:1 - WSU vergibt auch klarste Chancen
Bild: Havelt
Fahri Malaj (r.) vergab für seine Warendorfer Sportunion gleich mehrere Hochkaräter. Der Mittelstürmer hatte beim Abschluss einen rabenschwarzen Tag erwischt
Bild: Havelt

Noch bitterer: Die Gäste übernahmen mit diesem Sieg, nachdem die Konkurrenz schwächelte, sogar die Tabellenführung. Dass die WSU aber gestern in der zweiten Hälfte die klar bessere Mannschaft war zeigte nur erneut, dass in der Liga wirklich jeder jeden schlagen kann und nichts planbar ist. Da dürfte es bis zum Ende sowohl im Titel- als auch im Abstiegsrennen spannend bleiben.

Die erste Halbzeit konnte man schnell abhaken und getrost vergessen. Hultrop agierte wie erwartet mit langen Bällen. Die WSU schaffte es nicht, eine spielerische Linie in die Partie zu bringen und tat es den Gästen gleich. Beide blieben damit ungefährlich und erfolglos.

Ganz anders verlief dann der zweite Abschnitt. Der WSU taten die Umstellungen nach der Einwechslung des starken Kevin Schmitz sichtlich gut. Die Hausherren diktierten nun das Geschehen und kombinierten teilweise klasse. So ergaben sich auch einige gute Chancen, nur der Ball wollte nicht ins Netz.

Mittelstürmer Fahri Malaj hätte die Begegnung im Alleingang entscheiden können. Zuerst scheiterte er frei vor dem Gästetorwart (54.) an ebendiesem, dann lupfte er den Ball freistehend am Tor vorbei (59.), bei einer Hajdini-Flanke kam er einen halben Schritt (65.) zu spät und vergab nochmal in der 71. Minute. Dazwischen traf Schmitz aus 25 Metern nur die Latte.

Mit einem ihrer wenigen Gegenangriffe traf Hultrop letztlich in der 84. Minute durch Anel Mrzljak zum 0:1. Die Partie war auf den Kopf gestellt, die WSU stand mit leeren Händen da.

„Wir belohnen uns derzeit einfach nicht“, wusste auch Trainer Johannes Zurfähr, dass seine Schützlinge drei Punkte liegengelassen hatten. „Habzeit zwei war so, wie wir uns das vorstellen. Jetzt gilt, da weiterzumachen.“

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