1:1 in Köln gibt RW Ahlen Sicherheit
Kein Bein am Boden: Max Wilschrey (m.) sollte von Beginn an das Sturmspiel RW Ahlens beleben, setzte aber keine Akzente.

 Denn schon das 0:1 des just eingewechselten Schmitz nach Nebis Vorarbeit (62.) war dieses Mal klar weniger verdient als in den beiden Spielen zuvor. Aber man muss schließlich auch mal Glück haben. Denn weder in der ersten Hälfte, noch gemessen an den Chancen waren die Gäste im Franz-Kremer-Stadion am Mittwoch Abend die Besseren. 

„Wir hatten nicht richtig Zugriff, und Köln hat klarste Chancen nicht gemacht“, urteilte Ahlens Trainer Björn Mehnert entspannt. „Nein, über 90 Minuten war das Remis verdient.“ In der Tat war es vor allem Torwart Bernd Schipmann, der seine Jungs im Rennen hielt. Zuerst reicht ein Handschuh, um gegen Clemens zu retten (20.), dann grabscht Schipmann einen Ball aus dem Gewühle von der Linie und rettet schließlich noch gegen den frei stehenden Dietz (26.). Dass Kölns U21 nicht längst in Front gegangen war, lag auch am Eigensinn Lemperles, der in Überzahl den Ball vertändelte. 

Die Rotweißen hatten zuerst wenig gegenzusetzen. Wilschrey, erstmals in der Spitze, sah gegen Kölns Verteidiger Henning kein Land und musste schon zur Pause Maiella weichen. Ebenso wie Mai und Anan, die für Aboagye und eben Schmitz früher Feierabend machen durften.

 Und tatsächlich kam Ahlen nicht nur wegen des Tores besser zurecht. „Trotzdem, wir standen nach dem 1:0 zu tief, Köln hat uns wieder reingedrückt“, sagt Mehnert, der die Schlüsselszene vier Minuten vor Ende erlebte. Erst prüft Geimer Schipmann, der erneut hervorragend reagiert. Im Gegenangriff bedient Aboagye Nebi, der aus ein paar Metern das leere Tor nicht trifft. Und dann kam es, wie es kommen musste: Im anschließenden Konter über Musculus schlenzt Hwang den Ball aus 16 Metern ins Netz (87.). Hoch verdient.

 Sagt auch Mehnert. Aber: „Wieder kaum Gegentore, unser erster Treffer, unser erster Punkt. Das gibt Sicherheit.“ Läuft.

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