1:1 zum Abschied Ismail Atalans
Bild: Rollié
Ärgerlich: Unbedrängt von Yakup Köse, Bernhard Venker, Erdal Kaleoglu (v. l. in den roten Trikots) und vorbei an Torwart Philipp Sandhowe trifft Can Ucar (r.) per Kopf zum späten 1:1.  
Bild: Rollié

In der zweiten Halbzeit gab Roland das Spiel oft fahrlässig aus der Hand, zog sich zu weit zurück und verlor in der Vorwärtsbewegung häufig schnell den Ball. Zu allem Überfluss stimmte bei einer Zweckeler Ecke von Marvin Höner in der 83. Minute die Zuordnung nicht. Der relativ klein gewachsene Can Ucar stieg zentral vor dem Tor hoch und köpfte unbedrängt zum 1:1 ein.

Damit egalisierte der ruppige Gast das SC-Führungstor durch Semih Daglar nach einem großartigen Angriff über die rechte Seite in der 42. Minute. Letzten Endes segelte eine Flanke von Bernhard Venker punktgenau auf die Daglars Stirn, der dem starken SV-Keeper Dennis Grüger mit einem Kopfstoß gegen die Laufrichtung keine Chance ließ.

„Ich habe unseren Torwart in dieser Saison ja schon einige Male kritisiert, aber heute hat uns Dennis wirklich im Spiel gehalten“, lobte Zweckels Trainer Günter Appelt seinen Schlussmann zurecht.

Immerhin zeigte der Torhüter bei prima Chancen der Gastgeber durch Jo Laumann (17.), Daglar (25., 58.) und Bernhard Venker (81.) tolle Reaktionen.

Ohnehin gebührt den stark ersatzgeschwächten Roländern ein Kompliment, weil sie ohne zehn verletzte oder kranke Akteure des Kaders gerade vor der Pause und auch kurz nach dem Wechsel viele gute Möglichkeiten kreierten. Daglar (4.), Nils Hönicke (22.), Diyar Kaplan (49.) und der gestern als Innenverteidiger aufgebotene Sven Höveler (80.) hätten für die Platzherren alles klar machen können, verfehlten aber in aussichtsreicher Position jeweils den Kasten.

„Wir waren 60 Minuten besser, Zweckel 30 Minuten“, erklärte Rolands Trainer Ismail Atalan und gab mit diesen Worten die Kräfteverhältnisse treffend wieder. „Dann haben wir aber um das 1:1 gebettelt“, ergänzte der Verantwortliche beim Gedanken an seine im letzten Drittel der Partie nachlassende Elf.

Das Spiel mit dem Feuer sollte sich rächen, denn während Roland viele Chancen liegen ließ, schlug Zweckel in der 83. Minute eiskalt zu.

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