1502 Fans feiern fabelhaften FSV Gütersloh
Bild: Steinecke
Nach ihrem Aufstieg ins Oberhaus jubelten die Fußballerinnen des FSV Gütersloh gestern über die Wachablösung an der Tabellenspitze, denn dank des besseren Torverhältnisses verdrängten sie die Reserve von Turbine Potsdam noch auf Rang zwei.
Bild: Steinecke

Mit fünf Toren Vorsprung grüßt der Aufsteiger nach dem vorletzten Spieltag jetzt von der Tabellenspitze und entledigt sich damit allen Erklärungsnöten, weshalb denn der zweite Platz zum Aufstieg berechtigt.

Gegen den Tabellenletzten hätte auch halbe Kraft gereicht, doch die Gütersloherinnen wollten den eindeutigen Aufstieg. Entsprechend beherzt gingen sie gegen die völlig überforderten Gäste ans Werk und wenn nicht die eine oder andere Chance im Sande verlaufen wäre, hätte es durchaus auch 20:0 ausgehen können.

Sektkorken knallten, begleitet von den Fangesängen auf der Tribüne. Bier- und Sektduschen wechselten sich in lustiger Folge ab. Trainer Markus Graskamp genoss einen tiefen Zug Gerstensaft aus einem Zwei-Liter-Humpen. Der Rest fand seine Bestimmung in der äußeren Anwendung. „Es ist ja genug davon da“, kam Torhüterin Anja Berger mit einer mächtig schäumenden Bierflasche lachend vorbeigelaufen.

Selbst diejenigen, die sich nicht an dem Torreigen beteiligt hatten, feierten ausgelassen mit. „Die Tore lasse ich lieber die anderen machen“, grinste Marina Hermes und wandte sich wieder dem Schreiben von Autogrammenzu. „Das ist wenigsten etwas, was ich kann.“ Oder Katrin Posdorfer, die sich auf der linken Seite redlich gemüht hatte: „Ich habe alles versucht, aber es hat einfach nicht geklappt.“

Dafür klappte die Partytour in Perfektion. Mit dem Planwagen ging es in die Innenstadt. Während alles feierte, bedankte sich Trainer Markus Graskamp bei Angelika Widowski: „Angelika hat heute auf ihren Einsatz verzichtet, um an den letzten drei Spieltagen für die Zweite spielberechtigt zu sein. Davor ziehe ich meinen Hut.“ „Die Entscheidung war nicht einfach, aber für den Verein ist es wichtig“, so Widowski.

FSV: Herkrath (54. Berger) – Posdorfer, Claassen, Bentkämper, Barwinsky – Bröckl, Hermes, Schmücker, Gessat Magull (63. Philipp) – Jäger (69. Paul)

Tore: 1:0 (6.) Jäger, 2:0 (9.) Magull, 3:0 (13.) Gessat, 4:0 (14.) Bröckl, 5:0 (25.) Jäger, 6:0 (31.) FE Magull, 7:0 (36.) Barwinsky, 8:0 (38.) Magull, 9:0 (59.) Jäger, 10:0 (61.) Claassen, 11:0 (65.) Philipp, 12:0 (77.) Philipp, 13:0 (87.) Schmücker, 14:0 (88.) Gessat, 15:0 (90.) Bentkämper

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