3:1-Sieg rettet Flock vorerst den Trainerjob
Bild: Dünhölter
Endlich gab es wieder etwas zu jubeln für den FC Gütersloh. Nach sechs sieglosen Spielen in Folge feierte die Mannschaft Freitagabend einen 3:1-Sieg über den FC Gievenbeck.
Bild: Dünhölter

 „Wir haben seit langem mal wieder gewonnen“, gab sich der Ex-Profi nach dem 3:1 (3:1)-Sieg betont zurückhaltend. „Der größte Stein dürfte Alex Schiller dank seiner beiden Treffer vom Herzen gefallen sein“, mochte sich Flock nicht in den Vordergrund spielen. Dabei war allen klar, dass vermutlich selbst ein Remis im Duell der Tabellennachbarn Flocks Aus als FCG-Trainer bedeutet hätte.

Doch als wäre nichts gewesen, legte Gütersloh furios wie lange nicht mehr los. Patrick Plucinski staubte in der sechsten Minute zum 1:0 ab, als Gievenbecks Torwart einen Schiller-Schuss nicht festhielt, dann sorgte Alex Schiller selber jeweils nach Zuspiel von Lennard Warweg mit einem Doppelschlag (11., 18.) für die zunächst

FC Gütersloh: Opitz – Eggert, Degelmann, Heinrich, Kroos – Brinkmann, Plucinski, Röber, Schiller (84. Schröder), Birkenhake (91. Wieckowicz) – Warweg (69. Hop)

FC Gievenbeck: Hallas – Kranenbrink, Göttsch, Steinkamp, Dirksen – Bonnekessel (84. Wellermann), Westphal, Keil, Heubrock (76. Wiethölter) , Fromme – Daldrup (62. Leifken)

Schiedsrichter: Christoph Schneider

Zuschauer: 629

Gelbe Karten: Eggert, Heinrich / Bonnekessel, Fromme, Westphal, Götsch

Tore: 1:0 (6.) Plucinski, 2:0 (11.) und 3:0 (18.) Schiller, 3:1 (41.) Fromme

beruhigende Führung. Als Heinrich, Kroos und Eggert in der 41. Minute nur zuschauten, statt einzuschreiten, kam Gievenbeck durch Fromme zum Anschlusstreffer.

„In der zweiten Halbzeit war es nur noch Ergebnis-Verwaltung“, analysierte Güterslohs neuer Sportkoordinator Ronny Maul, der sich „sehr zufrieden“ mit dem Ausgang der Partie zeigte. Wie zu jenen Zeiten, in denen er „nur“ Aufsichtsratsmitglied beim FCG war, verfolgt Maul die Partie von der letzten Reihe der Haupttribüne, während „Wolla“ Grübel wie gewohnt an Flocks Seite auf der Bank saß.

„Wir hatten uns sportliche Ziele gesetzt, die sind in Gefahr“, erläuterte Aufsichtsratsmitglied und Hauptsponsor Jörg Siekmann Grübels Ablösung. Nach sechs sieglosen Spielen in Folge habe es immer nur zu hören gegeben, das Team spiele gut, es fehlten nur die Punkte. Eine Erklärung, die Siekmann nun nicht mehr ausreichte: „Wir erwarten vielmehr von der sportlichen Leitung Lösungsansätze.“ Nach all dem „Filz“ der zurückliegenden Jahre sei es vermutlich von Vorteil, wenn jemand mit der kritischen Distanz von außen die Entwicklung der Mannschaft begleite, so Siekmann, der einräumte, der Verein sei im Fall einer Trainerentlassung nicht unvorbereitet.

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