4:1 - so viel Sicherheit war nie
Bild: Kreisel
Abschied vom Club: (v. l.) Vorsitzender Dirk Neuhaus, die Abwanderer Adem Cabuk, Marco Antwerpen, Nils Hönicke, der 3. Vorsitzende Michael Schlieper und der "Vize" Berni Hubbert.
Bild: Kreisel

 21 zahlenden Hernern standen gestern Abend also 42 Sicherheitskräfte, davon 27 professionelle Bodyguards, gegenüber, so sicher hat sich bisher noch kein Ahlener Besucher gefühlt.

Und das bei einem Spiel, in dem sich laut Ergebnis dieselbe Ahlener Überzahl auf dem Platz zu befinden schien. Mit einem 4:1 gab es von den Rotweißen keine Geschenke gegen den drohenden Abstieg, der sich für die Westfalia nun am kommenden Sonntag endgültig entscheiden wird. Dabei war Ahlen gar nicht so souverän, wie es die vier Tore ausdrückten. Denn nicht nur, dass die Truppe, von A-Jugend-Verteidiger Justin Braun unterstützt, mit 0:1 nach einem Schröter-Tor zurücklag (20.), auch Tormann Hinkerohe hatte alle Fäustlinge voll zu tun, dass es nicht noch schlimmer kam. Er parierte in der ersten halben Stunde noch mal gegen Schröter, Gallus und Güler, verhinderte so ein mögliches Debakel gegen den Vorletzten.

Der aber ließ weiter nach, so dass Trainer Antwerpens Konzept, auf Konter zu lauern aufging. Mit Feratis 1:1 nach Doppelpass mit Nebi (28.) und der Führung durch Cabuk – vorangegangen war erneut ein Doppelpass von Ferati mit Castilla (40.), wunderten sich die 381 Zuschauer darüber, wie ein Team mit so vielen Möglichkeiten im freien Raum nur vier Tore schießen kann.

 Ging aber ganz leicht, da Nebi und vor allem ein eitel spielender Ferati noch drei klarste Möglichkeiten flockig ausließen. Nachdem Cabuk das 3:1 folgen ließ (65.), kamen Feratis große Auftritte. Zuerst völlig frei zu weit auf den Keeper vorgelegt (85.), dann gegen Abwehrspieler und Torwart drei unnötige Haken geschlagen und einen ebenso unnötigen Heber aufs Tornetz (87.) und schließlich der Geistesblitz: erneut freigespielt von Khimiri, legt Ferati endlich quer auf seinen Vorbereiter – der machte es besser: 4:1 (88.). Schön; mehr Sicherheit war nie in Ahlen.

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