700 Zuschauer, aber keine Punkte
Nikola Krspogacin und die TSG verloren mit 26:33-Toren gegen Loxten.

 „Es ist erstaunlich, wie viele Menschen in einen Hasenbau hineingehen“, begrüßte Hallensprecher Hans Feuß gestern Abend 700 Zuschauer zum Kreisderby in der Oberliga gegen die SpFr Loxten. Spielerisch profitierten die Gastgeber von der vollen Hütte jedoch nicht und verloren deutlich und verdient mit 26:33 (11:16).

Zu viele Fehler im Angriff, keine Torhüterleistung, zu wenig Bewegung und Galligkeit in der Abwehr. „Wir konnten der Kulisse nichts geben und die uns nichts zurückgeben“, analysierte ein enttäuschter TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt die letzten Endes einseitigen Minuten. Bis zum 3:2 führten die Gastgeber noch, leisten sich dann aber Ballverluste und luden den insgesamt abgeklärteren und auch wacheren Tabellenvierten zu Kontern ein. Doch auch im Positionsspiel waren die „Frösche“ nicht fehlerlos, aber entschlossener und torgefährlicher. So lag die TSG ab dem 3:6 stets mit mindestens drei Toren hinten.

 Nach Wiederanpfiff hatten die Harsewinkeler noch einmal einen kleinen Lauf, als Johnny Dähne seine ersten Bälle zu packen bekam und Niko Krspogacin dreimal hintereinander aus dem Rückraum zum 15:20 (38. Minute) traf. Doch eine umstrittenen Zeitstrafe für Kevin Brown (Mühlbrandt: „Entweder muss Loxtens Kreisläufer da auch raus oder keiner von beiden“) nahm der TSG den Schwungansatz. Loxten schlug sofort zurück und hatte beim 15:24 die Vorentscheidung geschafft.

 „Sie waren routinierter und cleverer. Das ist eine Mannschaft, die zu den besten der Liga gehört“, sagte Mühlbrandt. „Für uns kommt es auf die nächsten Spiele wie in Möllbergen an.“ Doch ausgerechnet der Mitkonkurrent punktete gestern in Soest. Trotz gigantischer Kulisse war das kein Tag für die TSG Harsewinkel.

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