77 Minuten reichen den zwei Trainern
Bild: Dünhölter
Einen guten Eindruck hinterließ Wiedenbrücks Gastspieler Daniel Latkowski (v. l.), der sich in dieser Szene gegen Ardian Ibrahimi, Saban Kaptan und Amir Tahiri vom FC Gütersloh durchsetzt.
Bild: Dünhölter

Güterslohs Fatmir Vata, weil seine Mannschaft dem Nachbarn vor allem in den Anfangsphasen der beiden Halbzeiten durch aggressives Pressing und hohe Laufbereitschaft das Leben ziemlich schwer machte. Und Wiedenbrücks „Ali“ Beckstedde, weil sich sein Team anderthalb Wochen vor dem Saisonstart davon nicht beeindrucken ließ, eine reife Leistung bot, schicke Tore herausspielte und mit Daniel Latkowski einen Gastspieler in seinen Reihen hatte, der sich für eine Verpflichtung empfahl.

Latkowski empfiehlt sich für Verpflichtung

Latkowski, 24 Jahre jung und zuletzt bei den Sportfreunden Lotte beschäftigt, kam auf dem rechten Flügel zum Einsatz und ist „spielstark, aggressiv, ballsicher und flexibel einsetzbar“, wie es Beckstedde formulierte. Dass er außerdem weiß, wo das Tor steht, stellte er am Mittwochabend unter Beweis. Latkowski traf in der 70. Minute zum 0:3. „Er ist ein guter Spieler“, antwortete Beckstedde vielsagend auf die Frage, ob er sich eine Verpflichtung wünschen würde. Derlei Sorgen hätte der FC Gütersloh mit Sicherheit gerne.

„Jungs haben es sehr gut gemacht“

Doch auch ohne Akteure der Kategorie Latkowski machte der Oberligist den Eindruck, solide aufgestellt zu sein. Vor allem in der ersten Viertelstunde rannte der FCG forsch an, störte früh und ließ den SCW nicht zur Entfaltung kommen. „Die Jungs haben es sehr gut gemacht, ich bin zufrieden“, lobte Vata. Außerdem auffällig bei Gütersloh: Die Spieler waren sehr lautstark. Gaben Kommandos, redeten sich Mut zu oder schimpften auch mal. Ein gutes Zeichen dafür, dass die Chemie im Team stimmt.

Erstes Tor von Pierre Merkel für den SCW

Doch die Tore machte der SC Wiedenbrück. Zunächst in der 30. Minute: Eine Hereingabe von David Hüsing in den Rücken der Abwehr verwertete Pierre Merkel mit einem platzierten Schuss aus knapp 15 Metern. „Das war wichtig für ihn, dass er getroffen hat“, freute sich Beckstedde mit seinem neuen Angreifer. Im zweiten Durchgang legte zunächst der eingewechselte Tobias Puhl (66.) und dann eben noch Latkowski nach. Und dann kamen die Blitze.

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