85 Spiele bis zur Kreispokal-Übergabe
Der TV Verl  ist Titelverteidiger bei den Frauen

Am Abend stehen die vier Viertelfinals der jeweiligen beiden Gruppenersten bei den Männern und die drei Viertelfinals bei den Frauen auf dem Programm. Und am Sonntag werden in Mastholte in den Halbfinals und Finals die Kreispokalsieger und die Nachfolger der SpVg Steinhagen bei den Männern und des TV Verl bei den Frauen ermittelt. Insgesamt umfasst das Turnier 85 Spiele.

  Also keine auf einen Trainingsabend verschobene Partien in einem sich seit Oktober hinziehenden Wettbewerb mehr. Schon im Vorjahr hatte der Handballkreis Gütersloh den Wettbewerb ab dem Viertelfinale an einem Wochenende ermitteln lassen, jetzt wird von Spiel eins bis zum Finale durchgezogen. „Es ist ganz gut, dass wir unter Wettkampfbedingungen spielen und uns damit auf das Meisterschaftsspiel in der Woche drauf vorbereiten können“, sagt stellvertretend für viele Trainerkollegen, Philipp Christ vom Verbandsligisten HSG Gütersloh.

Die Kehrseite der Medaille ist für Philipp Christ, dessen Mannschaft den Kreispokal in den Spielzeiten 12/13, 11/12 und 10/11 dreimal hintereinander gewonnen hat, die potenzielle Verletzungsgefahr in Spielen gegen hoch- bis übermotivierte tieferklassige Kontrahenten sowie das Harzverbot. Um wieder in Schwung zu kommen, bat Christ seine Jungs am Freitag zum ersten Training und ließ dabei ohne Harz zum Ball greifen. Die Gütersloher haben eine schwere Vorrundengruppe erwischt, denn sie treffen mit Vorjahressieger Steinhagen auf einen Verbandsligakonkurrenten. So dürfte sich im anschließenden Viertelfinale entscheiden, wer von den beiden klassenhöchsten Teams am Sonntag in Mastholte noch dabei ist.  „Wenn wir ausscheiden, wird wir auf alle Fälle am Sonntag trainiert“, sagt der HSG-Trainer.

Auf durchweg klassentiefere Gegner treffen in ihren Gruppen Vorjahres-Halbfinalist TV Isselhorst (Landesliga) und der TV Verl (Verbandsliga). Nicht gemeldet hat die TSG Harsewinkel. „Bevor wir im Vorfeld darüber urteilen was an dem Pokalmodus gut und was weniger gut ist, lasst uns das Ding erst einmal spielen“, fasst Christ zusammen.

Frauen-Vorjahressieger TV Verl hat gestern Abend um 19 Uhr erstmals wieder trainiert. Gut möglich, dass Trainer Kim Sörensen die ersten Minuten verpasst hat, denn dessen vom Navi errechnete Ankunftszeit von der Rückreise aus Dänemark lautete 18.45 Uhr. Immerhin stehen dem Trainer fast alle Spielerinnen zur Verfügung.

 Ergänzt wird der Kader im Kreispokal um Torfrau Karina Wimmelbücker und Außen Yvonne Christ aus der zweiten Mannschaft. „Natürlich wollen wir uns einspielen für die Oberliga in einer Woche. Aber wir wollen auch gewinnen.

 Allerdings kann bei Spielen über 20 Minuten viel passieren“, wägt Sörensen ab. „Den Modus finde ich klasse“, lobt der Däne. „Für die guten Mannschaften ist es allerdings kein Vorteil, dass ohne Harz gespielt wird. Aber so ist es halt entschieden.“ In seiner Gruppe mit der SG Neuenkirchen Varensell, dem Herzebrocker SV, der HSG Bockhorst-Dissen und der SpVg Versmold ist der Titelverteidiger klarer Favorit.

Dafür treffen in der Gruppe 2 mit Ausrichter HSG Rietberg-Mastholte und dem Wiedenbrücker TV gleich zwei Landesligisten aufeinander. Sowohl die HSG in der Staffel 1 als auch der WTV in der Staffel 2 stehen punktgleich mit den jeweiligen Tabellenzweiten auf Rang drei. Da ist ein spannender Zweikampf zu erwarten. Auch bei den Frauen hat die TSG Harsewinkel nicht gemeldet.

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