ASG-Trainer Bertow: „Alles ist möglich“
Bild: Wegener
Michael Herrmann (r.) und die ASG müssen heute Abend in Soest über sich hinauswachsen, wenn sie beim Tabellenführer etwas Zählbares einfahren möchten.  
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 „Der klare Favorit ist Soest“, legt ASG-Trainer Sascha Bertow sich fest. „Soest ist Tabellenführer und hat ein Heimspiel, deshalb sind wir der Außenseiter. Wir fahren da völlig ohne Druck hin. Wir haben nichts zu verlieren.“

Aber im Erfolgsfall eine Menge zu gewinnen. Dann wäre das Titelrennen neu eröffnet, und die Bertow-Sieben könnte in Sachen Meisterschaft wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden. In der vergangenen Saison hatte der Soester TV in beiden Spielen die Nase vorn. Zu Hause gewann die Mannschaft von Dirk Lohse mit 34:31, und mit einem Rumpfkader setzte sie sich in der Ahlener Friedrich-Ebert-Halle mit 26:24 durch.

Auch vor dem Nachholspiel scheinen die Gastgeber die besseren Karten zu haben. Acht Spiele mit nur einem Punktverlust beim 27:27 in Senden sprechen eine deutliche Sprache. „Es ist ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Es ist kein Spiel wie jedes andere, das zu sagen wäre Blödsinn“, hebt STV-Coach Dirk Lohse die Bedeutung der Partie hervor. „Aber wir versuchen, so gelassen wie möglich daran zu gehen.“

Taktisch hervorragend eingestellt, spielerisch äußerst diszipliniert trat die Bertow-Sieben gegen den ostwestfälischen Konkurrenten Bielefeld/Jöllenbeck auf und entschied die Partie für sich. „Das haben wir zum Ende hin solide gespielt“, war der ASG-Coach zufrieden. Auch Lohse war mit der Leistung seiner Männer zufrieden, schließlich fegten sie Augustdorf/Hövelhof mit 29:19 aus der Halle. Die offensive Deckungsformation stellte die Gäste vor unlösbare Probleme.

Die gilt es für die ASG zu knacken, und vor allen Dingen Soest nicht zum gefürchteten Konterspiel kommen zu lassen. „Wir müssen schon auf einem sehr hohen Niveau spielen, um in Soest zu gewinnen“, ist sich Bertow sicher. Aber auch wenn der STV für ihn die Favoritenrolle inne hat, sieht er durchaus eine Chance, die Negativ-Bilanz der vergangenen Saison aufzupolieren.

„Man kann im Vorfeld nicht sagen, wie dieses Spiel ausgehen wird. Wir können mit zehn Toren verlieren oder vielleicht auch als Sieger vom Platz gehen. Alles ist möglich“, orakelt der ASG-Coach.

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