ASG findet Geschmack am Gewinnen
Ahlener Partylöwen: Nach dem Sieg über Edewecht wieder feiern mit den Fans.

Die Gäste, eigentlich beim 31:37-Rückstand klinisch tot (57.), verlegten also ihren Feierabend nach hinten und schafften es tatsächlich noch, bis vier Sekunden vor Abpfiff auf 37:38 zu verkürzen. Nicht schlecht, aber so schönte der VfL gerade mal seine Statistik, nicht aber seine vorangegangene Leistung.

„Ich hab vorher gesagt, dass wir Charakter zeigen würden“, schien Spielertrainer Sascha Bertow am Samstagabend gar nicht überrascht. Mit dem Abstieg hat die ASG alle Fesseln abgelegt und feierte sogar den zweiten Sieg in Folge. „Wir gehen da rein, als wären wir gar nicht abgestiegen“, hat Kevin Wiegers immer noch großen Spaß.

Kein Wunder, der Außen explodierte vor und nach der Pause regelrecht und konterte Edewecht vom 18:15 (26.) bis zum 26:21 (39.) mit sieben Treffern fast in Serie so gut wie aus der Ebert-Halle. Davon schwer geschockt, stellte der VfL das Torewerfen glatte acht Minuten ein, gleichzeitig parierte Peters zwei Strafwürfe gegen Weihrauch, da lag Ahlen nach dem 31:26 durch Bertow (50.) bereits weiter vorn, als ein Liga-Siebter ertragen kann. Dachte man.

 „Na ja, auch für Edewecht geht es ja um nichts mehr“, relativierte Bertow die Leistung seiner ASG, was aber die Motivation der Mannschaft und die Leistungen etwa von Terbeck, der fünf wichtige Tore an den richtigen Stellen platzierte, von Tormaschine Szymanski, dem angeschlagenen Rogowski und Torwart Peters nicht schmälerte.

 Mit acht Toren Vorsprung in die Schlussphase zu gehen, das kann dann schon mal leichtsinnig machen. „Ich hatte aber das Gefühl, wir fangen uns wieder“, so Bertow. Nun, der Abpfiff hat den Sieger der Herzen gerettet. Die Routine des Siegers – wenn’s so weitergeht stellt die sich noch ein.

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