ASG geht in Zweiter Liga nicht unter
Starke Typen: (oben v.l.) Niklas Kunst, Niklas Ehlert, (unten v.l.) Moh’d Aqleh, Christoph Brüning, Jonas Leifeld, Niklas Klingenberg, Malte Rohden und Niklas Scheffler.

 „Ein Wahnsinnswettkampf“, war Niklas Kunst, Trainer und selbst einer der Schwimmer, auch am nächsten Morgen noch ziemlich aufgedreht: „In der Halle war eine unfassbare Stimmung, weil unsere Leute uns so super unterstützt haben.“ Rund 20 Mann waren aus Ahlen nach Gelsenkirchen, wo die Deutsche Meisterschaft stattfand, gefahren, um die ASG lautstark anzufeuern.

 Einer davon war Schwimmabteilungsleiter Alfons Leifeld: „Die Jungs waren klasse“, freute der sich über den Klassenerhalt: „Die Mannschaft hat genau auf den Punkt ihre Leistung gebracht.“ Dabei musste noch am Abend zuvor der Wettkampfplan verändert werden. Christoph Brüning, der Spezialist für die 1500m-Kraulstrecke, konnte wegen einer Grippe nämlich nicht auf seiner Paradedistanz starten. Für ihn sprang Niklas Ehlert kurzerhand ins kalte Wasser. „Und der hat das echt toll gemacht“, lobte Kunst und war zurecht stolz wie Bolle. Brüning schleppte sich stattdessen über die 200m und 400m im Kraulstil, wobei er alle seine noch vorhandenen Kräfte mobilisierte.

Doch auch Niklas Klingenberg, Niklas Scheffler, Moh’d Aqleh, Malte Rohden, Jonas Leifeld und Trainer Kunst selbst lieferten starke Zeiten ab und sammelten so eifrig Punkte gegen den direkten Wiederabstieg. Am Ende hatten die Ahlener stolze 15.050 Zähler im Sack – 46 mehr als noch im Aufstiegswettkampf 2015. „Trotzdem hatten wir noch Luft nach oben“, merkt Kunst an: „Mit unserer Topaufstellung wäre deutlich mehr drin gewesen.“

Das war den Jungs nach dem Klassenerhalt aber so ziemlich egal, denn dann war nur noch Partystimmung angesagt. Abends traf sich das Team noch bei Malte Rohden, um dort auf das Erreichte anzustoßen. Feuchtfröhlich natürlich, wie es sich halt für Schwimmer gehört. Ob die ASG aber auch im nächsten Jahr wieder etwas zu feiern hat, steht dagegen noch nicht fest. Die vielen Studenten der Mannschaft können nicht in Ahlen in trainieren, dazu übernimmt Christoph Brüning Niklas Kunsts Trainerposten. Ob daher alle noch weiter im Verein bleiben ist ungewiss. Um diese tolle Truppe wäre es aber wirklich schade.

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