Aachen bringt SC Verl beim 0:0 ins Wanken
Bild: Dünhölter
Der kämpferische Einsatz stimmte auf beiden Seiten, daher mussten sich die Verler, hier mit Jan Schöppner, Julian Stöckner und Yannick Langesberg (v. l.) mit einem 0:0 gegen Aachen begnügen.
Bild: Dünhölter

Zumal Aygün Yildirim in der Nachspielzeit aus fünf Metern den möglichen Verler Siegtreffer über die Torlatte gesetzt hatte.

Gegen die Kaiserstädter schickte Verls Trainer Guerino Capretti die erfolgreiche Formation des vergangenen Wochenendes aufs Spielfeld. Doch anders als der Wuppertaler SV lief Aachen keineswegs tatenlos nebenher, sondern setzte den Sportclub in dessen Wohnzimmer enorm unter Druck.

Fuat Kilic, Trainer der Alemannia, hatte seinem Team eine andere taktische Ausrichtung als in den Vorwochen verpasst, mit Vincent Boesen als einziger Spitze. Zogen sich die Gastmannschaften in der Sportclub-Arena zuletzt überwiegend in ihre Hälfte zurück, so überraschte Aachen mit erfrischend offensivem Fußball.

Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis die Hausherren mit einem von Mehmet Kurt eingeleiteten Konter eine erste Duftmarke setzten. Doch Yildirims Hereingabe war zu schnell für Janjic. Fast mit dem Pausenpfiff leitete Ritzka eine weitere Verler Torchance ein, doch sowohl Janjic als auch Hecker und schließlich wieder Ritzka scheiterten.

Den Gästen fehlte zum Glück für den Sportclub das Zielwasser. Boesen setzte einen Drehschuss aus 25 m vorbei (39.) und Fiedler köpfte einen Eckball ans Außennetz (43.). Das besserte sich auch nach Wiederanpfiff nicht, denn Bösings Fallrückzieher parierte Brüseke zur Ecke (47.).

Verl musste sich gestern Abend nicht vorwerfen lassen, fahrlässig mit seinen Chancen umgegangen zu sein - es waren schlicht nur wenige.  Entsprechend lange Gesichter gab es bei den Hausherren nach dem Schlusspfiff.

„Den Punkt haben wir uns gegen einen robusten Gegner erkämpft. Aachen hat uns das Leben zur Hölle gemacht“, zollte Capretti dem Gegner Respekt, „die Jungs haben gekämpft und sind gelaufen, daher bin ich ein Stück weit zufrieden.“ Und Vorsitzender Raimund Bertels fügte ernüchtert hinzu: „Alemannia Aachen hat uns gut analysiert. Jetzt müssen sich unsere Trainer wieder etwas Neues einfallen lassen.“

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