Abbruch des Pokals, Start am 15. August

Auch an den VfL Sassenberg, für den ja der Abbruch als Spitzenreiter der Kreisliga A1 und designierter Bezirksliga-Aufsteiger eine besonders bittere Pille war, richtete Krevert das Wort. 

„Es ging zeitlich einfach nicht mehr“

„Eine Saison annulliert man nicht einfach so, wir haben gekämpft bis zum Anpfiff“, so der Kreisvorsitzende, der den Hesselstädtern explizit erklärte, warum es nicht möglich war, in den kleinen Staffeln noch abzuwarten und eventuell noch zu spielen. „Das ging zeitlich einfach nicht mehr. Und eine Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus wäre aufgrund der Satzung nicht möglich und rechtlich anfechtbar.“ Das gelte auch für das Mitnehmen der bisher erspielten Ergebnisse in die nächste Saison.

Die soll möglichst am 15. August beginnen, so denn mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit pandemiebedingt möglich sind. Besser wären natürlich sechs oder mehr Wochen. Also müsste spätestens Mitte Juli wieder auf den Plätzen trainiert werden dürfen, um den Termin zu halten. Ginge das nicht, würde der Start nach hinten verschoben. 

Annullierung des Kreispokals

Um möglichst viel Termindruck von den Vereinen zu nehmen, wurde nach der Meisterschaftssaison nun auch der Kreispokal 2020/21 annulliert und mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Für den Westfalenpokal werden in diesem Jahr die gleichen Mannschaften gemeldet wie 2020 – also auch der TUS Freckenhorst. Davon hat der Bezirksligist allerdings nichts, wurde er durch den Beschluss des Verbandes vom Beginn der Woche doch ohnehin für die Saison 21/22 in diesen Wettbewerb gesetzt. Neben dem TUS waren übrigens auch noch der SC Hoetmar und der BSV Ostbevern im Kreispokal-Wettbewerb.

„Wir wollten möglichst wenig Termindruck für die Vereine“, begründete Krevert diese Entscheidung. So soll auch der Kreispokalwettbewerb 2021/22 entspannt durchgeführt werden und wahrscheinlich erst nach Spieltag eins starten. Lediglich im Falle eines möglichen Trainingsstarts spätestens am 1. Juli würde die erste Runde wohl ans Ende der Vorbereitung gelegt werden.

„Wir müssen den Blick jetzt nach vorne richten. Gemeinsam wird es uns gelingen, den Kreis aus der Krise der Pandemie zu führen“, wollte Krevert die Vereine dazu motivieren, weiter mit viel Engagement in Richtung Saison 2021/22 zu planen und zu denken. „Wir sollten uns schon jetzt auf den Tag freuen, an dem der Ball wieder rollt.“ 

Pandemie-Regel ja, aber welche?

Allerdings wird die Pandemie wohl auch in der kommenden Saison noch eine Rolle spielen, das ist zumindest äußerst wahrscheinlich. Für die gerade abgelaufene Saison wurde die 50-Prozent-Regel geschaffen, um die Ligen ab der Hälfte der auszutragenden Spiele werten zu können. Das gelang zwar letztlich nicht, war aber der richtige Ansatz. 

Gilt die 50-Prozent-Regel nun aber auch für die kommende Spielzeit 21/22? Eine klare Antwort darauf gab es noch nicht, da das wiederum der Verbandstag beschließen müsste. „Das ist noch in Klärung und es könnte Anpassungen geben“, äußerste sich Krewerth in diese Richtung zunächst doch recht nebulös, um dann aber zumindest etwas konkreter zu werden. „Irgendeine Pademieregelung wird es geben.“ 

Denkbar ist da viel – beispielsweise eine Ein-Drittel-Regel, mit der sogar die vergangene Saison hätte gewertet werden können. Oder eine Quotienten-Regelung Punkte pro Spiel, denn dann könnte man unabhängig von der Anzahl der ausgetragenen Spiele die Saison werten. Das würde zumindest das schlimmste Szenario, nämlich erneut eine Saison ohne Wertung abbrechen zu müssen, definitiv verhindern.

50-Prozent-Regel als bundesweites Vorbild?

Letztlich könnte es aber auch wieder die 50-Prozent-Klausel werden. Das zumindest ließen die abschließen Worte zu diesem Thema erahnen. „Die Idee der 50-Prozent-Regel im FLVW hat für viel Begeisterung bis hin zum Deutschen Fußball Bund gesorgt“, sagte Krevert. „Vielleicht werden wir die ja noch auf ganz anderer Ebene sehen.“ Was genau er damit meinte, ließ der Kreisvorsitzende mit einem Lächeln im Gesicht offen. Den Spekulationen sind damit Tür und Tor geöffnet worden.

SOCIAL BOOKMARKS