Abgucken in Rheine ausdrücklich erlaubt
Hahn im Korb: René Lindner, der Mann für Tore nach Ecken (m.), wird hier beschmust von (v. l.) Timon Schmitz, Justin Perschmann, Marko Onucka und Guilliano Nieddu.

Denn Trainer Christian Britscho erwartet, dass die Eintracht am Sonntag (14.30 Uhr) seinen Ahlenern mal zeigt, wie das so funktioniert mit dem defensiven Bollwerk. Nach dem letzten katastrophalen 1:5 des jetzt Liga-Zehnten in Gütersloh „werden die die ganze Woche daran gearbeitet haben, wie man in der Abwehr zu stehen hat“, ist das Britscho einerseits „unliebsam“, weil es doch sehr anstrengend sein kann, Rheines Betonwand zu durchbrechen. Andererseits hat gerade RW Ahlen so eine praktische Lektion sehr nötig. Abgucken ausdrücklich erlaubt.

Bei 25 erzielten Toren bis jetzt gibt es ja nichts zu meckern, nur Schalke II trifft besser. Aber 24 kassiert zu haben, das ist dann doch bedenklich. Keine Frage des Personals, da ist sich der Trainer sicher, eher ein Problem der Ordnung, des Mitdenkens. „Der Zugriff bei Ballverlust, da stehen wir noch zu weit auseinander. Jeder muss wissen, wo er hin soll“, ist sich Britscho sicher, dass er das seinen Leuten bald beibiegen kann.

 Was allerdings einen weiteren Innenverteidiger nicht ausschließt, den ja auch schon Vorgänger Michael Schrank händeringend gesucht hat. Mindestens den zusätzlichen Verteidiger will ihm der Verein auch spätestens nach der Winterpause dazuholen.

 „Ich bin jetzt drei Wochen dabei, da können wir noch nicht alles abgearbeitet haben“, bittet der Trainer um Geduld, erwartet aber wenigstens kleine Fortschritte. So auch in Rheine, wenn es darum geht, den nächsten wichtigen Schritt ins sichere Mittelfeld zu tun. „Mit Ruhe und Bedacht“, so Britscho, könne man Rheines Mauern unterhöhlen. „Fünf Tore wie gegen Herne machen wir da sicher nicht. Das war ein Spiel außerhalb der Wertung“, glaubt Ahlens Übungsleiter nicht, dass der Gastgeber am Sonntag ähnlich hoch pokert, dasselbe Risiko eingeht, wie die Westfalia.

So lange, wie Ahlen dann auch keine drei Tore kassiert, wie gegen Knappmanns Knappen, ist ja auch alles gut. Aber mal sehen, das mit dem Verteidigen, das lernen sie ja gerade erst.

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