Abschied aus 2014 macht Lust auf 2015
Durch die Rückkehr von Leon Appelmann ist die rechte Angriffsseite deutlich stärker geworden

 Das galt vor allem für den zweiten Durchgang. Hier nutzten die Gastgeber vor etwa 200 Zuschauern ein ums andere Mal die vorher auf der rechten Seite ausgemachte Schwachstelle in der TSV-Abwehr. Dabei zeigte Jungspund Thomas Fischedick seinen Mitspielern, wie man’s macht. Mit blitzschnellen, immer wieder variierten Körpertäuschungen vernatzte er zumeist TSV-Routinier Jan Pohlmann. Und wenn der Ball nach Außen abgelegt wurde, war Fabian Raudies zur Stelle.

Doch auch die rechte Seite hat durch Leon Appelmann enorm an Qualität und Durchsetzungskraft gewonnen. Mit Druck auf die Nahtstellen und dem ein oder anderen erfolgreichen Sprungwurf sorgte der Südafrika-Rückkehrer dafür, dass die Hahlener keine Ruhepause bekamen. Das galt genauso für den von Rechtsaußen und beim Gegenstoß treffsicheren Sergej Braun. Und auf der dritten Rückraumposition zwischen Yannik Sonntag und Thomas Fröbel wechseln zu können, ist fast schon Luxus.

TV Verl: Schmidt/Schliemann (n. e.) – Sonntag (2), Hesse, Raudies (7/3), Braun (7), Fröbel (6), Fischedick (5), Reithage, Busche (1), Appelmann (2), Zanghi, Bode, Strothmann (alle n. e.)

Zweiter Garant für die nach Wiederanpfiff überlegene Verler Vorstellung war die Abwehr. Hatte Trainer Sören Hohelüchter bis zur Pause in wechselnden offensiven Formationen mit zu wenig Erfolg versucht, den TSV-Haupttorschützen „Henner“ Thielking in den Griff zu ziehen, waren der Wechsel auf die 6:0-Variante und die klasse Leistung von Torwart Patrick Schmidt der Schlüssel zum Erfolg. Beim 23:21 in der 41. Minute hatten die Gäste das letzte Mal Sichtkontakt zum Verler Hochgeschwindigkeitszug, der dann aber mit fünf Toren in Reihe über sie hinwegrauschte. Als Hahlen in der 50. Minute mal wieder traf, war beim 28:22 längst alles entschieden.

Die ebenfalls klare TVV-Anfangsführung zum 8:2 (12. Minute) hatten die Gäste um Spielertrainer Marc Pohlmann noch routiniert über 9:8 (20.) und 12:12 (24.) bis zum 17:17 aufgeholt und gezeigt, warum sie in dieser Spielzeit so gut platziert sind.

 Doch mit der Leistung nach Wiederbeginn verabschiedete sich das TVV-Team mit einer Top-Vorstellung aus 2014 und machte Lust auf 2015.

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