Ärgerliche Schlappe auf „Kartoffelacker“
Bild: Stiemke
Vor 1200 Zuschauern kassierte Hakan Gültekin (l.) mit RW Ahlen eine 1:2-Schlappe beim Verfolger Rhynern.
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„Die Szene sagt alles über diesen Platz“, ärgerte sich RW Ahlens Trainer Marco Antwerpen maßlos über das Geläuf und die 1:2-Pleite, die der Spitzenreiter am Mittwochabend bei der Westfalia kassierte. „Auf so einem Kartoffelacker kann man doch kein Fußball spielen“, wetterte Antwerpen.

Er hatte Recht. Die 1200 Zuschauer sahen keinen gepflegten Kick, dafür aber viele Luftduelle, bissige Zweikämpfe und zwei Oberliga-Giganten, die sich wie zwei Stiere im Mittelfeld bekämpften. Nichts für Schönspieler eben.

Dass Rot-Weiß auch kämpfen kann, zeigte Ahlen nur zu spät – als alles so gut wie entschieden war. Nach einem langen Einwurf von Ryhnerns Michael Wiese verlängerte Thorben Menne auf dem am langen Pfosten lauernden Tan Thanh Tran, der zum 2:0 einschoss (18.).

„Wir sind natürlich total schlecht reingekommen“, haderte auch Ahlens „Sechser“ Hakan Gültekin, der aber nach dem 0:2 genau wie seine Mitspieler aufwachte – mit Erfolg: Nach einer Ecke des starken Kapitäns Felix Backszat verlängerte Aygün Yildirim per Kopf auf Damir Ivancicevic, der zum 1:2 knipste (24.).

„Danach waren wir 70 Minuten die bessere Mannschaft“, sagte Antwerpen. Doch sein Team erspielte sich nur wenige Chancen – und wenn, dann durch Standards. Wie auch sonst. Erst verpasste Yildirim nur knapp in der Mitte (53.), dann hatte Yannick Langesberg gleich doppelt per Kopf die Chance zum Ausgleich (61./63.). Ahlens größte Möglichkeit hatte aber Kordian Rudzinski, der eine Backszat-Ecke mit der Stirn an den Pfosten platzierte (90.).

Wäre da nur nicht dieses dusselige 0:1 gewesen, Ahlen hätte sich einen Punkt verdient gehabt. „Das kommt davon, wenn man in der Besprechung nicht zuhört“, hatte Antwerpen noch vor dem Spiel gewarnt, die Bälle klar zu klären. Doch leichte Fehler bestraft der Gegner sofort – oder eben Rhynerns „Kartoffelacker“.

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