Akribisch arbeiten, auf Unterstützung hoffen
FCG -Präsident Andre Niermann (r.) und Marketingmanager Philipp Frahmke.

 In einem Pressegespräch im Gütersloher Stadtcafé erläuterte der FCG-Präsident, wie der Jahrestat von 300 000 Euro für den Gesamtverein gestemmt werden soll. Die derzeit noch vorhandene Unterdeckung von eineinhalb bis zwei Monaten will der Präsident, der gestern Marketingmanager Philipp Frahmke mitgebacht hatte, unter anderem mit der Neuauflage des Trikotsponsoring „glatt“ bekommen.

Die Aktion 215 (215 Förderer geben 215 Euro) hat immerhin knapp 40 000 Euro von möglichen 46 000 Euro eingebracht. Gut 16 000 Euro kommen demnächst aus England, wenn Zweitligist Brighton & Hove Albion die 0,25 Prozent pro Ausbildungsjahr von Uwe Hünemeier überweist. Der für etwa 2,54 Millionen Euro vom SC Paderborn gewechselte Hünemeier hatte mehr als drei Jahre lang in der FCG-Jugend gespielt.

Geplant ist Ende des Jahres eine Aktion, die sich besonders an die etwa 6000 Unternehmer in Gütersloh wendet. „Wir setzen auf viele Sponsoren im kleinen bis mittleren dreistelligen Bereich“, hofft Niermann, selbst Chef einer Firma, wieder mehr Geschäftsleute und Unternehmer dazu zu bewegen, mit überschaubaren Beträgen beim FC Gütersloh dabei zu sein. „Und wer uns heute unterstützt, der unterstützt die Zukunft des Vereins“, sind die Altlasten endlich abgearbeitet.

 „Wir tun genau das, was wir vorher sagen. Wir arbeiten ruhig, akribisch und langfristig“, sind Träume von der baldigen Rückkehr in höhere sportliche Gefilde tabu. Natürlich sind attraktive sportliche Leistungen die Grundlage, um wieder mehr Zuschauer ins Stadion zu locken. Mit dieser Resonanz ist Niermann aktuell gar nicht zufrieden. Weitere Sorgen bereitet die Unterhaltung des Luxusfaktors Heidewald.

 Entscheidend ist für den Vorsitzenden, dass sich der Fokus nicht nur auf die erste Mannschaft, sondern auf den ganzen Verein richtet. „In der Jugend ist der Anfang gemacht und der freie Fall gestoppt“, sagt Niermann. Die zweite Mannschaft bekommt ab sofort mehr Unterstützung. „Wechselweise wird jede Woche ein Spieler aus dem Oberligateam dort aushelfen“, hat Niermann dies den Spielern des Bonan-Teams in eindringlichen Worten klar gemacht.

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